{"id":248,"date":"2024-12-25T08:54:49","date_gmt":"2024-12-25T08:54:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wordpress\/?page_id=248"},"modified":"2025-01-31T15:01:25","modified_gmt":"2025-01-31T15:01:25","slug":"fachbeitrage","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/?page_id=248","title":{"rendered":"Fachbeitr\u00e4ge"},"content":{"rendered":"\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-b61b29a3\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion exclusive\">\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div><strong>Australien<\/strong><\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>In Australien gibt es nicht nur K\u00e4nguruhs<\/strong><br><em>Katrin Hubert K\u00fchne<\/em><br>Australien ist ein Kontinent der Superlative.Es hat das trockenste Klima,das von Tropen,Subtropen bis in die Gem\u00e4ssigte Zone reicht. Hier findet man Tierformen, die sonst nur noch als Fossilien vorkommen.Schnabeltiere zum Beispiel oder Beuteltiere.Wen wundert es,wenn hier auch Deerhoundliebhaber f\u00fcndig werden k\u00f6nnen. Und wirklich, auf diesem Kontinent werden Deerhounds seit ihrer Einf\u00fchrung vor \u00fcber 100 J ahren teilweise immernoch als Hetzhunde eingesetzt und gez\u00fcchtet.<br>Auf zahlreichen Stichen und Gem\u00e4lden kennt man Darstellungen der Hirschhetze mit Deerhounds. Nur zu gerne wird immer wieder darauf verwiesen, dass der Standard vor 100 Jahren noch f\u00fcr den Gebrauchshund verfasst wurde.Gerade im Zusammenhang mit Lure-Coursings wird jetzt h\u00e4ufiger mit Recht darauf hingewiesen,dass der Deerhound, \u00e4hnlich wie der Barsoi, ein Grosswildj\u00e4ger sei. Aber sieht ein erfolgreicher Ausstellungshund,der ja besonders standardgetreu sein sollte,auch noch so aus.<br>Australien,das ausschliesslich durch England ab dem Ende des 18.Jahrhunderts (1788 Gr\u00fcndung der Str\u00e4flingskolonie Sydney) kolonisiert wurde,erlebte bis 1870 vor allem durch den Wolleexport einen beispiellosen Wirtschaftsaufschwung.Zu dieser Zeit gab es schon in grosser Zahl die seit 1860 aus Europa eingef\u00fchrten Kaninchen,F\u00fcchse und Rotwild.Damals sollen auch die ersten Deerhounds von besonders reichen und anglophilen Farmern aus Grossbritannien geholt worden sein.Es kam in Mode,sich Hirschparks anzulegen,wie \u00fcberliefert wird.Ab 1880 fanden auch die ersten Hundeausstellungen statt. Man gr\u00fcndete Zwinger und das Interesse an reinrassigen Deerhounds war gross.Ein guter Hund konnte bis zu 100 Pfund kosten,im Vergleich dazu betrug der Wochenlohn eines Arbeiters gerade mal 2 Pfund .Einige z\u00fcchterisch wertvolle Hunde konnten laut alten Berichten aus Grossbritannien geholt werden, so auch vom ber\u00fchmten Z\u00fcchter Weston Bell. Zu dieser Zeit hatte sich die britische Zucht von ihrem Tief wieder erholt.Trotzdem scheint es damals nicht leicht gewesen zu sein, reinrassige und gute Hunde zu bekommen.<br>Um 1900 hatten sich die europ\u00e4ischen Kaninchen und F\u00fcchse,aber auch die Dingos, K\u00e4nguruhs und Emus so sehr in dem neu entstandenen Farmland ausgebreitet,dass sie zu einem ernsthaften Problem f\u00fcr die Schaffarmer wurden.Die damals gebr\u00e4uchlichen Kangaroo-dogs,eine Kreuzung aus Mastiff,Grey-und Deerhound, kamen gegen dieses Wild nicht an,da sie nicht schnell genug waren. Ein 1912 im &#8218;Our Dogs&#8216; erschienener Artikel beschreibt,dass der australische Z\u00fcchter M.C.Davies f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung dieses Wildes innerhalb k\u00fcrzester Zeit eine sehr erfolgreiche Deerhoundzucht aufbaute.Zun\u00e4chst verwandte er einheimische Deerhounds,sp\u00e4ter importierte er aus Grossbritannien die H\u00fcndin Newton Spey und den R\u00fcden Lord Morag,ein Halbbruder der bekannten Ch.Selwood Dhouran und Ch.Callack,um neues Blut und mehr Typ in seine Zucht zu bringen. Ber\u00fchmt waren auch die Moncrieffe-Deerhounds,die als die besten J\u00e4ger galten.Es wird in Berichten immer wieder betont,dass man einen reinrassigen Deerhound an seiner Gr\u00f6sse,Knochenbau und Gebrauchst\u00fcchtigkeit erkennen k\u00f6nne. Nur solche Hunde h\u00e4tten gen\u00fcgend Kraft, Ausdauer,Schnelligkeit und Mut, um mit dem sehr wehrhaften australischen Wild fertigzuwerden.<br>Der 1.Weltkrieg liess den australischen Deerhound dann aber fast vollkommen verschwinden. In den 30er Jahren hielten nur noch ganz wenige diese Hunde, um sich mit von der Regierung bezahlten Pr\u00e4mien f\u00fcr Dingoskalps den Lebensunterhalt aufzubessern.<br>Zu den wenigen Enthusiasten,denen es zu verdanken ist,dass der Deerhound nicht vollkommen verschwand, geh\u00f6rt Dr.Donald Thomson.Nach langer Suche fand er in Neuseeland reinrassige Hunde, die dort noch zur Rotwildjagd eingesetzt wurden.In einem Artikel im &#171;Newsletter Summer 94&#187; des britischen Deerhoundclubs beschreibt seine Frau Doritha sehr anschaulich die Entstehungsgeschichte dieses ber\u00fchmten und noch heute bestehenden Zwingers St.Ronans. Damals war es noch \u00fcblich,regelm\u00e4ssig zur Jagdsaison nach Neuseeland \u00fcberzusetzen,um mit Deerhounds auf Hirschjagd zu gehen.Bei den Hirschen handelte es sich um aus Europa eingef\u00fchrtes Rotwild.<br>3 Zwinger,n\u00e4mlich wie schon erw\u00e4hnt,St.Ronans von Mr und Mrs Thomson,sowie Atlas von Mr Venables und Heatherglen von Mr Mummery bauten nach 1935 auf diese neuseel\u00e4ndischen Importe ihre Linien auf. Alle drei Zuchten bestehen heute noch.<br>Im sehr aufwendig gemachten Pedigree Book des australischen Deerhoundclubs sind die Importe fast vollst\u00e4ndig aufgelistet. Daraus geht hervor, dass nach dem 2.Weltkrieg wieder vermehrt Hunde aus Grossbritannien geholt wurden.<br>Riever of Geltsdale (Morven of Rotherwood x Irenic of Ross) geholt durch den Zwinger Heatherglen,war der erste ,der grossen Einfluss nahm. 1954 folgte Enterkine Fergus of Portsonachan,ein Enkel von Monarch of Ardkinglas,dann 1955 Woodman of Ardkinglas (Ulric of Ardkinglas x Stella of Ardkinglas).Diesen R\u00fcden findet man vor allem in den Linien des Zwingers Atlas. Auch die Importe Liath of Portsonachan (Fitzroy of Ardkinglas x Hazel of Portsonachan) und Moss Trooper (Juniper of Ardkinglas x Anina of Kylewood),sowie der 1974 importierte Donich of Orbost ,ein Sohn von Chieftain of Ardkinglas.<br>1975 kamen Erceldoune Helm (Damff of Kylewood x Geltsdale Sallie) sowie die Geschwister Uptonmill Aspen und Arka,deren Grossvater Isambard of Ardkinglas war, wieder durch den Zwinger Heatherglen ins Land und fanden starke Verwendung.Es folgte 1979 Ardkinglas Hunter (Dufault Kilchoan x Ardkinglas Neva) .<br>Weitere Hunde wurden importiert,zu erw\u00e4hnen w\u00e4re noch Kilbourne Sherry,eine Vollschwester von Kilbourne Shamus,die 1986 kam und Ardkinglas Hermes,ein Vollbruder von Ardkinglas Hadrian of Lealla.<br>Grossen Einfluss auf die Zucht hatte auch der 1984 durch den Zwinger Nelungaloo ins Land gebrachte Amerikaner Gayleward&#8217;s Embassador. Im Gegenzug importierte damals seine Z\u00fcchterin Gayle Bontecou den R\u00fcden Nelungaloo Screw Loose,der amerikanischer Champion wurde und einige gute Nachzucht brachte.Die in den Niederlanden stehende H\u00fcndin Ch.Salutary&#8217;s Sophia von Fam.Fernhout ist \u00fcbrigens eine Enkelin von ihm.Gayle Bontecou wurde auf die Qualit\u00e4t der australischen Deerhounds aufmerksam,als sie zum Richten der dortigen Clubausstellung eingeladen wurde.<br>Bei der Durchsicht der ca 120 Pedigrees f\u00e4llt auf, wie gezielt in den inzwischen ca 16 bis 18 Zuchtst\u00e4tten versucht wurde und wird, die Importe in verschiedenen Kombinationen zu nutzen und zu verst\u00e4rken.Insgesamt finden sich in mindestens 3\/4 der Pedigrees geh\u00e4uft die Namen .Schwerpunktm\u00e4ssig sind dabei alle auch uns gel\u00e4ufigen Vererber des Zwingers Ardkinglas vertreten, aber auch andere wichtige Namen fehlen nicht. Selbst der importierte Amerikaner ist ein typischer Repr\u00e4sentant der dortigen Zucht der 80er Jahre.<br>Als Miss Noble 1980 zum erstenmal die australische Clubausstellung richtete, soll sie laut Berichten dar\u00fcber begeistert gewesen sein, dass sie hier noch einen Deerhoundtyp angetroffen habe,der eigentlich als verschwunden galt. Einer ihrer Ausspr\u00fcche soll gewesen sein,f\u00fcr sie scheine &#171;die Uhr zur\u00fcckgedreht zu sein&#187;. Auch bei ihrem zweiten Besuch einige Jahre sp\u00e4ter \u00e4usserte sie sich \u00e4hnlich begeistert. Man darf allerdings nicht vergessen,dass sie eine leidenschaftliche Coursinganh\u00e4ngerin ist. Das hat sie mit Kenneth Cassels gemeinsam,einem weiteren Freund der australischen Deerhounds.Wie sie einmal \u00e4usserte,h\u00e4tte sie gerne per k\u00fcnstlicher Besamung australisches Blut in ihre Zucht eingekreuzt, doch bekam sie hierf\u00fcr leider nicht die Genehmigung des britischen Kennel Clubs. Aber auch die eher zum showdog geneigte Deerhoundz\u00fcchterin Nenne Runsten (Airescot) liess die Australier nicht kalt.Nachdem sie 1991 die australische Clubausstellung gerichtet hatte, importierte sie Nelungaloo Gypsy,eine Vollschwester des in der Schweiz stehenden Nelungaloo Complete.<br>Doch leider, auch in Australien muss man sich heute Gedanken dar\u00fcber machen, wie man diesen Typ f\u00fcr die Zukunft erhalten kann.Denn selbst hier sind die,wie sich Virginia Hawke (Nelungaloo) so treffend ausdr\u00fcckt, &#171;coach-potatoes&#187; (Sofa-Kartoffeln) im Vormarsch und die j\u00fcngeren Richter haben oft keine Ahnung mehr , wie ein Gebrauchshund aussehen sollte.<br>Einen Typverlust auf Grund falscher Auswahlkriterien,n\u00e4mlich, um nur noch dem Geschmack der popul\u00e4ren Allrounder-Richter zu gen\u00fcgen, glaubt auch die bekannte kanadische Deerhoundz\u00fcchterin Barbara Heidenreich (Fernhill) bei den Deerhounds zu erkennen.Die Uebersetzung dieses interessanten Artikels erschien im Juni-Heft 1991 im der Windhundfreund , in dem sie ihre grosse Sorge \u00fcber die Zukunft der Deerhounds zum Ausdruck bringt. Eindringlich verweist sie auf den engen Zusammenhang zwischen Form und Funktion,eine Ballance,die so schnell durch einseitige Uebertreibungen gest\u00f6rt werden k\u00f6nne und dann auch diese Rasse \u00e4hnlich k\u00fcnstlich werden liesse wie es bereits oft bei Afghanen oder Barsois zu beobachten sei.<br>Aber noch gibt es Z\u00fcchter in Australien, die ihre Zuchttiere auch nach jagdlichen Kriterien ausw\u00e4hlen.Darunter fallen nicht nur k\u00f6rperliche Geschicklichkeit, sondern auch ein gutes Wesen und eine durch hohe Intelligenz bedingte Erziehbarkeit.Was n\u00fctzt ein guter Hetzhund,wenn er nicht zwischen Farmvieh und Wild unterscheiden kann oder sich nicht erziehen l\u00e4sst. Dass diese Hunde auch unkompliziert, leicht fortpflanzungsf\u00e4hig, robust und langlebig sein sollten, versteht sich auf den manchmal recht abgelegenen Farmen von selbst. Auch scheinen Probleme mit Einhodern nicht bekannt zu sein. Ein gutes harsches Haarkleid,starkes Pigment,kleine Ohren,sch\u00f6ne trockene K\u00f6pfe,wenig weisse Abzeichen gut aufgekn\u00f6cherte Pfoten und ein schwungvolles Gangwerk geh\u00f6ren zu den oft betonten St\u00e4rken.Seltene Farben wie die im Standard erw\u00e4hnten &#171;black points&#187;, also einer schwarzen Maske, eine intensiv gelb-schwarze Stromung oder silbergrau kommen noch vor.Wie man in Richterberichten liest, sind geringe Gr\u00f6sse, schlechte Ruten und helle Augen die h\u00e4ufigsten Sch\u00f6nheitsfehler.<br>Beim Studium des Zuchtbuches wird deutlich,dass diese Hunde abstammungsm\u00e4ssig auf einem \u00e4hnlichen Hintergrund aufbauen wie unsere,uns also eine gute Chance f\u00fcr die Einkreuzung von neuem, frischem und doch nicht zu fremdem Blut bieten. Bei der momentan immer enger werdenden europ\u00e4ischen Zuchtbasis k\u00f6nnte dies neue M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen, zumal f\u00fcr sportlich interessierte Deerhoundfreunde.Die schweizerischen Importe haben sich jedenfalls im Renn- und Coursinggeschehen bereits bestens bew\u00e4hrt.<br>Auch z\u00fcchterisch gab es die ersten bescheidenen Versuche,die zum Weitermachen ermutigen. So fiel in der Schweiz der A-Wurf &#8218;from Highlanders Yard&#8216; nach Nelungaloo Sundown aus der in Deutschland gezogenen Bridget of Kintyre. Im deutschen Zwinger &#8218;of the Scottish Highlands&#8216; gab es Nachzucht von Nelungaloo Complete (N-Wurf). Aquila from Highlanders Yard sorgte zun\u00e4chst wiederum im Zwinger &#8218;of the Scottish Highlands&#8216; (O-Wurf) und Mitte Januar 97 in der schweizer Zuchtst\u00e4tte &#8218;from Highlanders Yard&#8216; f\u00fcr australische Enkel . Anfang Februar 98 wird in dieser Zuchtst\u00e4tte nochmals Nachzucht von ihm erwartet.<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div><strong>Deerhound in der Schweiz<\/strong><\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deerhound in des schweiz&#187;Der Deerhound ist in der Schweiz erst seit ein paar Jahren anzutreffen.&#187; Diese Annahme ist weit verbreitet und als Aussage ebenso falsch wie die Behauptung oder gar Anschuldigung, dass die Schweizer im letzten Jahrhundert nur an einheimischen Rassen interessiert gewesen seien. Tats\u00e4chlich schlief die Schweizer Kynologie in der Mitte des letzten Jahrhunderts noch ziemlich fest. England war den \u00fcbrigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern nicht nur punkto Hundezucht, sondern auch betreffend Veranstaltungen &#8211; Field Trials f\u00fcr Pointer und Setter, Sheep dog Trials, Water Trials f\u00fcr Labradors und als Rettungs\u00fcbungen f\u00fcr Neufundl\u00e4nder sowie Windhundrennen &#8211; weit voraus. In der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts entdeckten englische Touristen den imposanten Bernhardiner. Als Queen Victoria 1840 zwei Hunde vom Hospiz kaufte, wurde der Bernhardiner quasi zum Modehund. 1881 wurde der englische St. Bernhard-Club gegr\u00fcndet, und die dortigen Z\u00fcchter f\u00fchlten sich berufen, den Standard f\u00fcr die Rasse aufzustellen und England als Ursprungsland zu bezeichnen. Dies d\u00fcrfte wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Kynologen in der Schweiz wachger\u00fcttelt wurden, 1883 die Schweizerische Kynologische Gesellschaft gr\u00fcndeten und das Stammbuch einf\u00fchrten. Zwar war das &#171;Bernhardiner-Problem&#187; vorrangig und auch die Schweizer Jagdhunderassen lagen den SKG-Mitgliedern sehr am Herzen, daneben hatten aber viele ausl\u00e4ndische Rassen, worunter nat\u00fcrlich auch Windehunde, ihren festen Platz.<br>Viele der f\u00fchrenden Schweizer Kynologen stammten aus der gehobenen Schicht, waren dadurch nicht nur belesen, sondern auch in der Lage zu reisen und sich mit ausl\u00e4ndischen Rassen und deren Eigenheiten vertraut zu machen. Diese Begegnungen und Erfahrungen fanden ihren Niederschlag in sehr ausf\u00fchrlichen Artikeln \u00fcber einzelne Rassen oder Gruppen, die in den ersten Hundestammb\u00fcchern publiziert wurden und dem heutigen Leser zeigen, dass unsere fr\u00fchen Kynologen \u00fcber beneidenswertes Wissen und breite Kenntnisse verf\u00fcgten. Eine solche Rassemonographie erschien im Band V des Schweizerischen Hundestammbuches (SHSB) 1893 \u00fcber den Deerhound. Verfasser ist Johann Bernhard Staub, den Reisen nach Ungarn, Frankreich, England und Spanien gef\u00fchrt hatten, und der nicht nur weltoffen, sondern auch sprachgewandt war. Aus England brachte er eine bereits pr\u00e4mierte Deerhound-H\u00fcndin mit nach Hause sowie praktisch die ganze in englisch vorhandene kynologische Literatur. Seine Deerhound-Monographie, die 32 Seiten Text sowie eine grosse Anzahl Photos und Abbildungen umfasst, ist denn auch eine wahre Fundgrube f\u00fcr jeden, der Deerhound-Literatur sucht. Es d\u00fcrfte wohl kaum eine Quelle geben, die er nicht gekannt, hervorragend \u00fcbersetzt und in diesem Artikel wiedergegeben hat. Am Schluss des Kapitels \u00fcber Abstammung und Geschichte schreibt er: &#171;Dass wir keine einzige genaue \u00fcberlieferte Beschreibung des Deerhound haben, ist unbegreiflich. Handelt es sich doch um eine so unendlich lange im Gebrauch stehende Rasse, um einen Hund, der best\u00e4ndiger Begleiter des Hochland-Adels war, verwachsen mit seinen Sitten und seinem Leben. Erw\u00e4hnt wird er fortw\u00e4hrend, in Poesie und in Prosa, ersch\u00f6pfend beschrieben nirgends. Ich glaube zwar, dass sich noch niemand die M\u00fche gegeben hat, gr\u00fcndlich \u00fcber seine Vergangenheit und was uns noch hie und da \u00fcberliefert sein mag, nachzuforschen. Vielleicht bringt uns eine interessante Arbeit George Cupples in Liverpool, deren Erscheinen leider durch den Tod ihres Verfassers verz\u00f6gert wurde, wertvolles Neues \u00fcber unseren Liebling.&#187; Staub war also bestens informiert, er hatte einige englische Z\u00fcchter pers\u00f6nlich kennengelernt und war auch bereits im Jahr der Gr\u00fcndung des dortigen Deerhound-Clubs Mitglied desselben. Etliche seiner Zeitgenossen erinnerten sich daran, wie J.B.Staub mit einer Gruppe Deerhounds sogar durch die Strassen Z\u00fcrichs ritt. Seine eigenen Erfahrungen sind ebenfalls festgehalten: &#171;Als Stadthund mag sich der Deerhound weniger eignen; er muss Platz und Spielraum, viel, rasche und lange Bewegung haben, dann gedeiht er. Im Zwinger siecht er dahin und verk\u00fcmmert. Zwar ist er zu Hause, im Gegensatz zu den meisten britischen Rassen, nicht unruhig. Mit gekreuzten Vorderl\u00e4ufen liebt er es, ohne sich zu r\u00fchren, anscheinend in Gedanken versunken, ruhig zu liegen. Nichts r\u00fchrt sich am ganzen K\u00f6rper, teilnahmslos f\u00fcr die Umgebung ruht sein oft melancholischer Blick in der Ferne, nur die Bewegung der Augenlider verr\u00e4t ab und zu, dass Leben in diesem malerischen K\u00f6rper ist.<br>Auch als Begleiter, zu Fuss und zu Pferd, ist er ruhig; erst auf offenem Felde bei rascher Gangart ver\u00e4ndert er sich mit einem Schlage. In weiten, m\u00e4chtigen Sp\u00fcngen eilt er voraus, spielend jedes H\u00f6hen- und Breitenhindernis nehmend. Die feinen Lauscher halb aufrecht, h\u00e4lt er von Zeit zu Zeit pl\u00f6tzlich inne, der pr\u00e4chtig geformte Hals scheint um das Doppelte l\u00e4nger geworden zu sein, k\u00fchn blickt sein Adlerauge in die Weite: alles ist nun Leben, Kraft, Stolz an ihm. Der auf der Strasse eben noch wie faul dahinziehende Hund ist in seiner Erregtheit nicht mehr zu erkennen. Obwohl gegen jedermann ruhig und gut, macht er grossen Unterschied zwischen seinem Herrn und Fremden, denen er, im Gegensatz zu vielen Windhunden, nie folgt.<br>Grosse Treue spricht aus dem pr\u00e4chtigen Auge, wie wohl aus keinem andern Hundeauge in dem Masse. Nichts Arges verr\u00e4t sein edler Blick, wie auch sein Charakter frei von Falsch ist\u2026<br>Gegen Kinder sind sie sehr gutm\u00fctig. Ich habe selbst keinen Zwinger, meine Hunde sind tags\u00fcber meist vor dem Stall oder liegen an der Landstrasse, wo am Platze eine Menge Jungens sich immer spielend herumtreiben. Die Hunde sind die Lieblinge aller geworden.&#187;<br>W\u00e4hrend dieser wundersch\u00f6nen Beschreibung wohl kaum etwas zuzuf\u00fcgen ist, muten seine Aussagen zur Aufzucht aus heutiger Sicht eher etwas merkw\u00fcrdig an und k\u00f6nnten allenfalls bedeuten, dass die Rasse fr\u00fcher robuster, halt auch etwas kleinw\u00fcchsiger war als heute: &#171;Die Aufzucht gilt allgemein als sehr schwierig. Licht und Luft, trockenes Lager, gesundes Futter, immer frisches Wasser und, sobald die Kleinen nur sich schleppen k\u00f6nnen, entsprechend grosse Spazierg\u00e4nge und Ritte helfen wohl \u00fcber vieles.&#187;<br>Innerhalb der SKG war J.B. Staub immer dort anzutreffen, wo besondere Not am Mann war. Sein spezielles Anliegen war die Gr\u00fcndung von Rasseclubs und damit verbunden eine geregelte Zucht der betreffenden Rasse. Selbst als SKG-Pr\u00e4sident scheute er nicht davor zur\u00fcck, zus\u00e4tzlich ein Amt in einem jungen Club anzunehmen. Obwohl er selber nie Bernhardiner besass, setzte er sich stark f\u00fcr die Verbesserung der Rasse ein und schrieb eine Brosch\u00fcre dar\u00fcber. Krankheitshalber demissionierte er 1903 als SKG-Pr\u00e4sident, seine angeschlagende Gesundheit d\u00fcrfte auch der Grund gewesen sein, dass er nicht weiter Deerhounds z\u00fcchtete. 1912 \u00fcbernahm er allerdings nochmals das SKG-Pr\u00e4sidium, das er bis zu seinem Tod im Januar 1915 im Alter von nur 52 Jahren f\u00fchrte. Zeugnis des kynologischen Weitblickes von J.B. Staub ist auch die Tatsache, dass er dem Naturhistorischen Museum in Bern vier Deerhound-Sch\u00e4del \u00fcberliess, die sich heute in der Sammlung der Albert Heim-Stiftung befinden.<br>Im SHSB-Band V, in welchem die Deerhound-Monographie abgedruckt ist, sind auch die ersten drei Deerhounds eingetragen mit den Stammbuchnummern 717 bis 719. Es handelt sich hierbei um die beiden von Staub im M\u00e4rz 1892 gez\u00fcchteten R\u00fcden Scot Elerik (lichtgelb mit dunkler Schnauze) und Rob Roy II sowie deren Mutter Maida Ben y Venie. Es ist wichtig zu wissen, dass anf\u00e4nglich nur an Ausstellungen mit dem ersten oder zweiten Preis ausgezeichnete Hunde sowie solche, die von der &#171;Stammbuch-Commission&#187; als &#171;reinrassig und herausragend&#187; erkannt wurden, eintragsberechtigt waren. Es wurden also keine W\u00fcrfe eingetragen. Andererseits stand das SHSB auch im Ausland stehenden Hunden offen. Im Band VI (1896) sind neben drei in der Schweiz stehenden Hunden auch zwei im Besitz von Lieutenant v. Steiger aus Colmar und ein Deerhound im Besitz eines Hauptmanns im Tiroler J\u00e4ger-Regiment in Wien eingetragen. Je einen Eintrag finden wir in Band VII (1901) und X (1907).<br>Erst lange nach Ende des Ersten Weltkrieges, n\u00e4mlich im 1926 erschienenen Band XXV, sind wieder Deerhounds eingetragen. Neben zwei Einzeleintragungen finden wir die erste Wurfmeldung: Cadix, Calife und Carmet du clos B\u00e9guin, gez\u00fcchtet von Mme Violet aus Frankreich. Wurfmeldung bedeutete aber zu der Zeit in keiner Weise, dass der ganze Wurf eingetragen wurde. Ein Teil des Wurfes konnte durchaus im Zuchtbuch eines andern Landes oder \u00fcberhaupt nicht eingetragen sein.<br>Besonders interessant die Eintragungen des Bandes XXVII: Es handelt sich um einen Import aus dem damals ber\u00fchmten englischen Zwinger &#171;of Springfort&#187;, n\u00e4mlich Jung Duik, und einen weiteren Import aus England, &#171;St. Joan of Enterkine&#187;, gez\u00fcchtet von Miss Bell, die mit ihren Enterkine-Hunden \u00fcber Jahrzehnte die Zucht in Grossbritannien mitpr\u00e4gte. 1929 sind wiederum drei Hunde von Mme Violet eingetragen, zudem finden wir einen ersten Hinweis auf den Zwinger &#171;St. Ap&#8217;s-Hagenthal&#187;: St. Ap&#8217;s Mac Hagenthal wurde 1930 in Aarau in der offenen Klasse mit dem 2. Rang und &#171;vorz\u00fcglich&#187; ausgezeichnet. Als letzten Hinweis vor dem Zweiten Weltkrieg zeigt SHSB-Band XXXII (1933) das Photo einer Deerhound-Gruppe aus dem Zwinger &#171;St. Ap&#8217;s&#187; im Besitz von Dr. La Roche von Rheinfelden sowie Ausstellungsresultate derselben.<br>Was hat es denn mit Dr. La Roche auf sich? Dr. R. Laroche, der sich zuerst f\u00fcr arabische Windhunde begeisterte, kaufte 1928 von Miss Hartley &#171;Duick of Springford&#187; sowie eine H\u00fcndin aus dem Kennel &#171;of Ross&#187;, mit welchen er seine Zucht aufbaute. Auf dem riesigen Gut der Familie La Roche im Oberelsass konnte er seine Deerhounds zur Jagd verwenden. Da seine Hunde im deutschen Windhundzuchtbuch eingetragen wurden, finden wir im SHSB nur die wenigen obgenannten Hinweise. Leider fiel der Zwinger dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Geblieben sind uns gl\u00fccklicherweise einige Reflektionen La Roches \u00fcber den Deerhound. Hier einige Ausz\u00fcge:<br>&#171;Als Tatsache f\u00fcr uns steht fest, dass die Rasse der Windhunde uralt ist und im Deerhound einen ihrer sch\u00f6nsten und adeligsten Vertreter besitzt und auch einen ihrer typischsten. Welchen, in ihm zusagender Umgebung zu halten und zu z\u00fcchten, f\u00fcr seinen Besitzer eine Quelle st\u00e4ndiger Freude und Befriedigung ist\u2026<br>Ferner wird sich der Hirschhund nie popul\u00e4r machen. Aristokrat &#8211; zu seinem Heil &#8211; drum nie volkst\u00fcmlich, l\u00e4sst er sich so leicht auch durch keine Mode herumkommandieren und f\u00fcr kurze Zeit vor deren Wagen spannen und prostituieren. Scharwenzeln, sich strafen lassen und handkehrum wieder schmusen und &#171;lieb Kind&#187; sein wollen, kennt er nicht. Wer drum in seinem Hund und Hausgenossen den Blitzableiter schlechter Launen oder nur einen \u00fcbereifrigen, servilen Diener oder seinen Clown, Hofnarr und Spassmacher besitzen will, der suche ihn beileibe nicht unter den Deerhounds (obwohl man ihm ein unfreiwilliges Talent f\u00fcr Komik nicht absprechen kann). Daf\u00fcr ist er aber, wenn man seine Pers\u00f6nlichkeit achtet und akzeptiert, umso anh\u00e4nglicher an seinem Meister und belohnt diesen mit unverbr\u00fcchlicher Treue und Liebe\u2026<br>Was den Deerhound nur zu seinem Vorteil, wie mich d\u00fcnkt, von seinen kleinen Artgenossen unterscheidet, ist seine beherrschte, gez\u00fcgelte Kraft, seine grosse Ruhe im Wohnraum mit oder ohne Beisein des Meisters, und eine beobachtende, \u00fcberlegene Besonnenheit\u2026<br>Dass sich nicht leicht Rasse und Masse zusammen zeigt, weiss jeder aufmerksame Tierz\u00fcchter. Der Deerhoundz\u00fcchter hat deshalb sein Augenmerk darauf zu richten, m\u00f6glichst grosse Hunde zu erzielen, ohne dabei aus dem Schnitt und dem Adel herauszufallen, was nicht ganz leicht ist. Dies wird auch der Grund sein, weshalb etliche Deerhoundz\u00fcchter angeblich kein so grosses Gewicht mehr auf erhebliche K\u00f6rpergr\u00f6sse bei ihren Hunden &#171;offiziell&#187; legen m\u00f6chten, dabei selbst aber heilfroh sind, wenn dank gl\u00fccklicher Ahnenkombination ein hervorragend grosser und zugleich auch typischer Hund sich aus einem ihrer W\u00fcrfe herausmacht\u2026&#187;<br>Nach dem Zweiten Weltkrieg haperte es mit dem Comeback des Deerhounds in der Schweiz. 1955 und 1963 wurden je eine Rotherwood-H\u00fcndin eingetragen, 1969 zum ersten und bis jetzt einzigen Mal ein Import aus Skandinavien: Mountbanks Mistral. Erst ab 1974 wurden Deerhounds in ununterbrochener Folge ins SHSB eingetragen, womit auch die Zeit begann, in welcher die meisten Deerhound-Besitzer in der Schweiz einander kennen. (Nur in Klammer erw\u00e4hnen m\u00f6chte ich die Windhundschau in Langenthal 1978, wo ich Pyefleet Bute und Upend Laurie im Besitz von Frau Gerber, Banrigh Dudh von Frau Rechner, Sgurrmor Torquil von Familie Berger und Aimwell of the Scottish Highlands im Besitz von Frau Matzinger kennenlernte. Frau Gerber schrieb \u00fcbrigens bereits 1974\/5 Artikel \u00fcber den Deerhound f\u00fcr den Windhundfreund.) 1978 werden 4, 1979 gar 5 Importe eingetragen. 1981 fallen seit langem wieder einmal zwei W\u00fcrfe: Unter dem Zwingernamen &#171;Merrylegs'&#187;werden zwei von Fam. Gringet in Frankreich aufgezogene R\u00fcden eingetragen, wenig sp\u00e4ter f\u00e4llt in unserem eigenen Zwinger der erste Wurf unter dem Affix &#171;the Deerhunter&#187;. 1991 z\u00fcchtet Marianne Del Sole ihren ersten Wurf &#171;Fiadhaich&#187;, 1993 gibt es im Zwinger &#171;from Highlanders Yard&#187; von Familie K\u00fchne-Hubert Nachwuchs und 1996 kann der erste Wurf aus dem Zwinger &#171;Aghnadarragh&#187; von Familie Germain eingetragen werden. W\u00e4hrend weiterhin Deerhounds importiert werden, findet ein Teil der in der Schweiz gez\u00fcchteten Hunde im Ausland ein neues Zuhause.<br><strong>Bisher (Ende1997) wurden von den vier letztgenannten Zuchten ins SHSB eingetragen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Aghnadarragh: 3 Welpen aus 1 Wurf<\/li>\n\n\n\n<li>Fiadhaich: 12 Welpen aus 2 W\u00fcrfen<\/li>\n\n\n\n<li>from Highlanders Yard: 14 Welpen aus 3 W\u00fcrfen<\/li>\n\n\n\n<li>the Deerhunter: 69 Welpen aus 11 W\u00fcrfen<br><br>W\u00e4hrend alle in der Schweiz geborenen Deerhounds im SHSB eingetragen sind, trifft dies leider f\u00fcr die Importe nicht zu. Deshalb bleiben einige Hunde ungez\u00e4hlt und unerw\u00e4hnt. Auch der 1986 gegr\u00fcndete Deerhound-Club der Schweiz vermochte bisher leider nicht, alle Deerhound-Besitzer der Schweiz &#171;unter seine Fittiche&#187; zu nehmen. &#8211; Er w\u00e4re ja sonst wohl auch eine Ausnahmeerscheinung unter den Clubs!<br>In den letzten zwanzig Jahren hat die Anzahl Deerhounds in der Schweiz zwar stetig etwas zugenommen, gl\u00fccklicherweise ist aber auch heute nicht zu bef\u00fcrchten, dass der Deerhound in n\u00e4chster Zeit zum Modehund werden k\u00f6nnte. Folgende Feststellung, welche J.B. Staub 1893 gemacht hat, scheint ihre G\u00fcltigkeit nicht verloren zu haben: &#171;Seine vorz\u00fcglichen \u00e4usseren und Charaktereigenschaften, das grosse selbst erworbene Ansehen, das er sich Jahrhunderte lang erhalten hatte und die heute nicht mehr nur blosse Nutzhundezucht, sondern in die weiteren Kreise schon gedrungene Freude am edlen sch\u00f6nen Hund bewahrten ihn vor g\u00e4nzlichem Aussterben.&#187;<br>\u00a0<br><em>[dieser Artikel ist auch erschienen in &#171;der Windhundfreund&#187; Nr.218\/4.1997 und &#171;der Deerhound&#187;, offizielles Organ des Deerhound-Clubs der Schweiz, Nr. 4\/97]<\/em><br><strong> (Ende 2024) wurden von den vier letztgenannten Zuchten ins SHSB eingetragen:<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>The Deerhunter <\/strong> <strong>17 litters between 1981 and 2010 total of dogs 74 <\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fiadhaich<\/strong><strong>   10 litters between 1991 and 2020<\/strong><strong> total of dogs 61<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>from Highlanders Yard<\/strong><strong>\u00a011 litters between 1993 and 2005<\/strong><strong> 38 dogs<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Aghnadarragh 11 litters between 1996 and 2023 54 dogs<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Avalon&#8217;s <\/strong><strong>\u00a0<\/strong><strong> \u00a01 litter in 2000<\/strong><strong> 3 dogs\u00a0<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Baskevyns \u00a0 1 litters in 2014 2 dogs\u00a0<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fortheringhay \u00a05 litters between 2003 and 2012 15 dogs<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Clanchief&#8217;s Pride<\/strong><strong> 2 litters between 2016 and 2021 13 dogs <\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Transylwahnjablood<\/strong><strong> Pipa Katrina 1 litter in 2023 12 dogs\u00a0<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>O&#8217;r gwenithfaen  1 litter in 2024 9 dogs<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div><strong>Gebaut f\u00fcr seine Arbeit<\/strong><\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>Pat Aird schreibt \u00fcber die Notwendigkeit von korrektem Schulterbau<\/em><\/strong><br><em>Uebersetzt von E. B\u00fchler<\/em><br>Ich wurde gefragt, etwas \u00fcber den Bau der Schulter zu schreiben, aber beim Nachdenken dar\u00fcber entschied ich, da die Mechanismen und Techniken schon gut dokumentiert sind, aufzuzeigen warum, meiner Meinung nach ein Deerhound gute Schulterwinkelung haben sollte.<br>Wie der Name des Hundes sagt: eines Deerhounds urspr\u00fcngliche Bestimmung war, Hirsche zu jagen, den schottischen Red Deer. Aufgrund alter Drucke und Zeichnungen war das Gel\u00e4nde auf dem zu jagen war extrem rauh, bestehend aus H\u00fcgeln und Moorland. Damit es m\u00f6glich war, die Distanzen in diesem Gel\u00e4nde zu \u00fcberwinden musste ein Hund einen korrekten K\u00f6rperbau, Gleichgewicht, Kraft und St\u00e4rke aufweisen. Gute F\u00fcsse, Knochen und Muskeln waren n\u00f6tig f\u00fcr die Ausdauer, die es braucht, einen Hirsch zur Strecke zu bringen. Also brauchte ein Hund alle Attribute die im Standard vorgeschrieben sind: Gut gelegte Schultern und Oberarme um die Schl\u00e4ge, der auf dem Boden aufsetzenden F\u00fcsse aufzunehmen, eine Oberlinie gut gebogen \u00fcber den Lenden um gut aufw\u00e4rts rennen zu k\u00f6nnen und breite starke gut (nicht \u00fcber-) gewinkelte Hinterhand.<br>Wenn der Oberarm zu kurz oder zu steil ist, entsteht eine Ersch\u00fctterung in der Schultermuskulatur, ausgel\u00f6st durch den Vorderfuss, der auf dem Boden mit einem Stoss aufsetzt. Die Vorw\u00e4rtsbewegung ist die Gleiche wie bei einem Hackney Pferd, der Fuss wird zu hoch erhoben und zu stark nach vorne ausgestreckt, mit merklich zu wenig Erweiterung beim R\u00fcckw\u00e4rtsschwung des Schrittes. Um den Mangel an Winkelung der Vorhand auszugleichen, kann die Hinterhand \u00fcberwinkelt sein, das f\u00fchrt zu Weichheit in Sprung- und Kniegelenk. Die Bewegung der Hinterhand ist kurz und &#8218;unter dem K\u00f6rper&#8216; und l\u00e4sst die L\u00e4nge und den Schwung vermissen.<br>Diese Kombination ergibt einen energie verschwenden den Gang. Ein so gebauter Hund hat oft eine beeindruckende Anfangsgeschwindigkeit aber er wird mehr ein Sprinter als ein Langl\u00e4ufer sein. Die Bewegung eines Deerhounds sollte nah am Boden sein mit langem freiem energiesparenden Gang, die Vorhand soll weit unter den K\u00f6rper zur\u00fcckschwingen, die Hinterhand soll stark und kraftvoll mit einem langen, treibenden Schritt und nicht zu eng sein.<br>Ist es heutzutage noch so wichtig, dass ein Hund gebaut ist um kilometerweise rennen zu k\u00f6nnen ?<br>Der unzweifelhaft auffallende Hund mit gerader Vorhand kann und wird im Showring den weniger auffallenden, mehr arbeitsm\u00e4ssigen Hund schlagen, aber ich w\u00fcrde sehr bezweifeln, dass er einen ganzen Tag in den H\u00fcgeln arbeiten k\u00f6nnte.<br>Andere Rassen haben einen Arbeitshund genommen und ver\u00e4ndert, um ein Ausstellungsobjekt zu haben statt einem Werkzeug. Wollen wir, dass das mit dem Deerhound passiert ? Wenn wir Sprinter z\u00fcchten, werden wir den Grundzweck des Deerhounds \u00e4ndern. F\u00fcr mich liegt der halbe Reiz der Rasse in ihrer Anmut und der zeitlosen rauhen Erscheinung. Es w\u00e4re schade, dies zu verlieren.<\/p>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div><strong>Selektion und Zucht in kleinen Populationen Genetischer Flaschenhals<\/strong><\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Seminar von Dr. Heinrich Binder, zusammengefasst von Ren\u00e9e E. Devaux<\/strong><br>&nbsp;&nbsp;<br>Ausgel\u00f6st durch verschiedene Fragestellungen im Vorstand des Deerhound-Clubs \u00fcber Probleme, bei welchen die Vererblichkeit umstritten war, wurde am 16. M\u00e4rz 2002 ein Seminar f\u00fcr Deerhound-Z\u00fcchter, Deerhound-Besitzer und andere an Windhunden Interessierte organisiert, gehalten von Herrn Dr. Heinrich Binder, Tierarzt mit Nachdiplomstudium in Genetik und Tierzucht in den USA. Allen Teilnehmern wurden vorg\u00e4ngig drei Skripten zu den genetischen Grundlagen, zu Selektion und zur Zucht in kleinen Populationen zugeschickt, um die Arbeit und Diskussion auf bereits etwas h\u00f6herem Niveau zu erlauben.<br>&nbsp;<br>Dr. Binder warnte gleich zu Beginn davor, sich als Z\u00fcchter nur auf den Inhalt eines einzigen Buches abzust\u00fctzen, da die Details oft sehr widerspr\u00fcchlich sind. Auch Fachpublikationen, die von Tier\u00e4rzten ohne Beizug von Genetikern und dadurch meist ohne die notwenigen statistischen Abkl\u00e4rungen verfasst werden, vermitteln h\u00e4ufig einen sehr fundierten Eindruck, ohne aber den Anforderungen gen\u00fcgen zu k\u00f6nnen, d.h. h\u00e4ufig werden Fehlschl\u00fcsse gezogen.<br>&nbsp;<br>Nach neuesten Erkenntnissen sind bei S\u00e4ugetieren weit weniger Gene vorhanden als noch vor kurzem angenommen, n\u00e4mlich nur ca. 30&#8217;000 bis 50&#8217;000. Dabei ist festzuhalten, dass jedes S\u00e4ugergenom (Gen-Satz) einen gewissen Prozentsatz an Erbfehlern tr\u00e4gt.<br>&nbsp;<br><strong>Vererbung und Merkmalsgruppen<\/strong><br>Leider ist die <strong>Mendelsche Rege<\/strong>l nur bei den wenigsten Problemmerkmalen anwendbar, in den meisten F\u00e4llen ist die Vererbung deutlich komplexer, da es sich um <strong>Schwellenmerkmale<\/strong> resp. kontinuierliche Merkmale handelt. Schwellenmerkmale weisen f\u00fcr den Z\u00fcchter unterscheidbare, qualitative Stufen auf, d.h. der Hund scheint entweder krank oder gesund, allerdings ergibt sich kein Mendelsches Vererbungsmuster, da die Merkmale von verschiedenen Genen beeinflusst sind. Darunter fallen viele so genannte Dispositionskrankheiten, deren Manifestation (Sichtbarwerden \/ Feststellbarkeit \/ Ausbruch) auch durch die Umwelt beeinflusst ist. Schwellenmerkmale zeigen sich wie gestufte Merkmale (Mendelsche Vererbung), ihr genetischer Hintergrund ist allerdings \u00e4hnlich der fliessenden, kontinuierlichen Verteilung\/Erblichkeit, bei welcher verschiedene Auspr\u00e4gungen feststellbar sind ( Beispiele f\u00fcr kontinuierliche Verteilung sind die Schulterh\u00f6he, das Gewicht, Winkelungen, Leistungs- und Wesenseigenschaften). Allerdings gibt es auch Schwellenmerkmale, die sich in unterschiedlichen Auspr\u00e4gungen bemerkbar machen k\u00f6nnen, z.B. die HD.<br>&nbsp;<br>Die Problemmerkmale werden aber nicht nur nach ihrem Vererbungs- und Erscheinungsmodus eingeteilt, sondern zus\u00e4tzlich in drei Gruppen, die die Problemeigenschaften selbst definieren:<br><strong>\u00b7Deformationen<\/strong>: durch gezielte Selektion provozierte, extreme Auspr\u00e4gungen von Rassemerkmalen.<br><strong>\u00b7Dispositionen<\/strong>: erbliche Veranlagungen f\u00fcr Organfunktionsst\u00f6rungen oder Krankheiten, deren Schweregrad durch Umwelteinfl\u00fcsse mitbestimmt wird.<br><strong>\u00b7Erbdefekte:<\/strong> Organmissbildungen\/-funktionsst\u00f6rungen sowie Krankheiten, die durch ein einziges Defekten verursacht werden.<br>Da Dispositionserkrankungen und Deformationen mehrheitlich Schwellenmerkmale sind, stellen sie z\u00fcchterische Knackn\u00fcsse dar.<br>&nbsp;<br>Im Allgemeinen (nicht f\u00fcr eine spezifische Rasse) gilt:<br><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img data-opt-id=1437198072  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"624\" height=\"446\" src=\"https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Image1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-253\" srcset=\"https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:624\/h:446\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Image1.png 624w, https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:300\/h:214\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Image1.png 300w\" sizes=\"(max-width: 624px) 100vw, 624px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die<strong> Inzuchtdepression<\/strong> ist die Folge von Inzucht. In den letzten 10 Jahren sind die meisten Rassen in eine kritische Inzuchtentwicklung hineingeraten. Die Inzuchtzunahme innerhalb der Rassen ist unausweichlich, da nach wenigen Generationen bereits alle Zuchttiere miteinander verwandt sind. In der 10. Generation sind 1024 Ahnen zu z\u00e4hlen, allerdings wurden vor 10 Generationen vielleicht gerade 100 Tiere in der Zucht eingesetzt. (Bewusst und kontrolliert eingesetzte Inzucht\/Linienzucht ist kein zuchthygienisches Problem, da die Inzucht durch die Anpaarung eines nicht verwandten Tieres wieder verschwindet, falls die Population gross ist.) In kleinen Populationen ist der Anstieg des Inzuchtgrades unausweichlich und f\u00fchrt zu einem Punkt, wo die negativen Folgen sichtbar werden: am besten sichtbar wird dies bei der <strong>Abnahme der Lebenserwartung und der Wurfgr\u00f6sse.<\/strong><br><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img data-opt-id=165402727  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"581\" height=\"294\" src=\"https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Image2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-252\" srcset=\"https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:581\/h:294\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Image2.jpg 581w, https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:300\/h:152\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Image2.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 581px) 100vw, 581px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ne : effektive Populationsgr\u00f6sse&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; DF : Inzuchtanbindung<\/strong><br>&nbsp;<br>Um die negative Entwicklung aufzuhalten, m\u00fcsste:<br>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die Zuchtpopulation vergr\u00f6\u00dfert werden, insbesondere m\u00fcssten m\u00f6glichst viele verschiedene m\u00e4nnliche Tiere eingesetzt werden.<br>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die Reinzucht unter kontrollierten Bedingungen aufgebrochen werden. Die SKG hat einer Z\u00fcchterin ein solches Projekt bewilligt. (Anmerkung der Berichterstatterin: Deerhound-Leute erinnern sich u.U. daran, dass Miss Nobles durch den Kennel Club genehmigte Anpaarung einer Deerhound-H\u00fcndin mit einem Greyhound-R\u00fcden zumindest in Deutschland noch heute von Zeit zu Zeit Wogen der Entr\u00fcstung ausl\u00f6st!)<br>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die extreme Aufsplitterung der Rassehundepopulation in viele \u00e4hnliche Rassen r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden.<br>&nbsp;<br>Werden verschiedene Linien mit Inzuchtanbildung (mehrere Generationen Geschwisterpaarung) gekreuzt, kann dies optimalerweise auch zu einem Heterosiseffekt f\u00fchren und f\u00fcr einige Generationen \u201eideale Hunde\u201c hervorbringen. Dieser \u201eEffekt\u201c m\u00fcsste aber von Zeit zu Zeit wiederholt werden.<br>Werden Linien immer wieder gemischt, werden sich die Linien auch nicht sehr unterscheiden und es kommt deshalb zu keinem Heterosiseffekt.<br>Sehr interessant \u2013 aber tr\u00fcgerisch &#8211; ist die Tatsache, dass eine Population ein umso heterogeneres Bild zeigt, je homocygoter sie ist, da in diesem Fall die Umwelteinfl\u00fcsse eine umso gr\u00f6ssere Rolle spielen!<br>&nbsp;<br><strong>Heritabilit\u00e4t h2 <\/strong>(Erblichkeit einer Eigenschaft\/eines Merkmals)<br>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; hoch, d.h. 40-50%: Exterieur, K\u00f6rperformen etc. Kann durch Einzeltiere beeinflusst werden.<br>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; mittel, d.h. ~20%: K\u00f6rpergewicht, HD, Rennleistung; bei Nutztieren Milchleistung etc. Beeinflussung nur \u00fcber <strong>Zuchtwertsch\u00e4tzung.<\/strong><br>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Tief, d.h. &lt;10%: Krankheitsresistenz, Fruchtbarkeit etc. Beeinflussung nur mit sehr grossem Aufwand m\u00f6glich, falls ganze Rasse einbezogen werden kann. &nbsp; Zuchtwertsch\u00e4tzung &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bei messbaren Gr\u00f6ssen am einfachsten &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nachkommenleistung (+ Elternleistung) am zuverl\u00e4ssigsten &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Genetischer Wert des Einzeltieres h\u00e4ngt davon ab, was man aus der ZWS macht &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wert wird immer nur f\u00fcr ein Merkmal berechnet, der Z\u00fcchter ber\u00fccksichtigt aber f\u00fcr die Wahl eines Zuchttieres bis zu 50 Merkmale! &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Falls &gt; 5 Merkmale in der ZWS ber\u00fccksichtigt werden -&gt; Zucht kommt nicht vorw\u00e4rts<br>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; H\u00e4ufig sind Merkmale voneinander abh\u00e4ngig -&gt; es muss entschieden werden, welches Merkmal wichtiger ist, und entsprechend selektioniert werden.<br>&nbsp;<br><strong>Problemliste f\u00fcr eine bestimmte Rasse<\/strong><br>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Treten bei verschieden Rassen Krankheiten\/Symptome mit dem gleichen Namen auf, handelt es sich nicht zwingend um dieselbe Krankheit!<br>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; In verschiedenen Publikationen werden u.U. ganz verschiedene Schl\u00fcsse gezogen, v.a. wenn keine Genetiker beigezogen werden.. Beispielsweise wurde Epilepsie mehrfach als autosomal rezessiv vererbt publiziert, was aber nicht zwingend so ist. Es wurde keine diesbez\u00fcgliche Wahrscheinlichkeitspr\u00fcfung gemacht.<br>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bei der PRA (progressiven Retina-Atrophie, einer Augenerkrankung, die in der Regel zu Blindheit f\u00fchrt) sind bisher ca. 8 verschiedene Formen mit ebenfalls verschiedenen Erbg\u00e4ngen bekannt.<br>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Je nachdem, ob es sich bei einem Erbfehler\/Merkmal um ein gestuftes Merkmal (Mendel), Schwellenmerkmal oder kontinuierliches Merkmal handelt, muss eine andere Strategie angewendet werden, um eine Linie oder Rasse zu verbessern. Beim Mendelschen Erbgang sollten auch die Eltern von der Zucht gesperrt werden und die Geschwister eines befallenen Tieres nach M\u00f6glichkeit nur unter Vorbehalt eingesetzt werden d\u00fcrfen. Bei Schwellenmerkmalen sollten betroffene Tiere m\u00f6glichst nicht in die Zucht kommen, hingegen ist es in kleinen Populationen nicht adaequat, auch verwandte Tiere auszuschliessen.<br>&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img data-opt-id=963476782  data-opt-src=\"https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Image3.png\"  decoding=\"async\" width=\"624\" height=\"521\" src=\"data:image/svg+xml,%3Csvg%20viewBox%3D%220%200%20100%%20100%%22%20width%3D%22100%%22%20height%3D%22100%%22%20xmlns%3D%22http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%22%3E%3Crect%20width%3D%22100%%22%20height%3D%22100%%22%20fill%3D%22transparent%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" alt=\"\" class=\"wp-image-251\" old-srcset=\"https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:624\/h:521\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Image3.png 624w, https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:300\/h:250\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Image3.png 300w\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zuchtstrategien<\/strong><br>Beim Menschen sind bisher 3&#8217;000 bis 5&#8217;000 Genstellen definiert, davon sind einige hundert mit einer Krankheit liiert. Bei den Tieren k\u00f6nnen die Studien aus finanziellen Gr\u00fcnden meist nicht bis ins letzte Detail fortgef\u00fchrt werden, deshalb wird versucht, Analogien zwischen Mensch und Tier zu ziehen.<br>&nbsp;<br>Das Erbmaterial s\u00e4mtlicher Hunde ist zu 99.9% identisch!<br>&nbsp;<br>Die Vererbungsgesetze bestimmen die Zuchtmethoden, die bekannten Informationen, z.B. der Zuchtwert, dienen als Mittel. Genanalysen werden in Zukunft einen immer wichtigeren Beitrag zur Auswahl von Zuchttieren leisten k\u00f6nnen.<br>Bei allen nicht eindeutig als monogenetische Erbfehler nachgewiesenen Gesundheitsproblemen ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein gesundes Tier genetisch besser veranlagt ist als Tiere, die erkranken, maximal so hoch wie die Heritabilit\u00e4t f\u00fcr das Merkmal. Die Heritabilit\u00e4t ist selten h\u00f6her als 20 \u2013 30%, die Sicherheit daher niedrig.<br>&nbsp;<br><strong>Z\u00fcchten bleibt deshalb ein kreativer Vorgang, bei welchem das Gesp\u00fcr des Z\u00fcchters eine wichtige Rolle spielt!<\/strong><\/p>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div><strong>Lure-Coursing\u00a0 &#8211;\u00a0 ein immer popul\u00e4rer werdender Hetzjagdersatz f\u00fcr Windhunde<\/strong><\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Katrin&nbsp;Hubert K\u00fchne<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Seit wann gibt es Windhunde<\/strong><br>Windhunde geh\u00f6ren seit 8000 Jahren zu den ersten domestizierten Hunden \u00fcberhaupt. Man vermutet, dass alle heutigen Windhundrassen auf einen einzigen Wolfstyp zur\u00fcckgehen. Ca 5800 v.Chr. entstand die bisher fr\u00fcheste Darstellung eines Hirsche jagenden Mannes in Begleitung eines hochbeinigen windhund\u00e4hnlichen Jagdhundes, die aus Catal H\u00fcyuk stammt, einer bedeutenden fr\u00fchsteinzeitlichen Grosssiedlung, ca&nbsp; 52 km s\u00fcd\u00f6stlich von Konya&nbsp; in S\u00fcdanatolien gelegen. Viele arch\u00e4ologische Funde weisen darauf hin, dass vermutlich der Saluki die \u00e4lteste reingez\u00fcchtete Windhundrasse ist, die sich bis heute fast unver\u00e4ndert erhalten hat. Es gibt von ihm fr\u00fchsteinzeitliche Abbildungen auf Keramiken, aus dem heutigen S\u00fcdanatolien stammend sowie tausend Jahre sp\u00e4ter aus Mesopotamien. Auch im alten \u00c4gypten begegnen wir vielerorts Darstellungen von vor allem saluki\u00e4hnlichen Windhunden. Die Ph\u00f6nizier, ber\u00fchmte Seefahrer und Handelsleute im 2. JH. vor Chr., sorgten mit ihren Handelsschiffen f\u00fcr eine grosse Verbreitung der damals sehr wertgesch\u00e4tzten Hetzhunde.<br>Wie \u00fcberliefert wird, hatten die Kelten eher greyhound\u00e4hnliche Hunde, die von ihnen meisterhaft zur Hetzjagd eingesetzt wurden. Bei den R\u00f6mern waren \u00e4hnliche, vermutlich urspr\u00fcnglich keltische Windhundschl\u00e4ge verbreitet , die \u201eVertragus\u201c genannt wurden. Sie sind die Urv\u00e4ter der Windhunde der westlichen Gruppe, die man vor allem am sogenannten Rosenohr und an der gew\u00f6lbten Lendenpartie erkennt.<br>Doch es vergingen noch viele Jahrhunderte, bis man, \u00e4hnlich wie allgemein in der&nbsp; Hundezucht, zu der gezielten Reinzucht mit Stammbuch nach unseren heutigen Regeln fand.<br>&nbsp;<br><strong>Was ist ein Windhund<\/strong><br>Schon immer f\u00fcr die Hetzjagd gez\u00fcchtet, kann der Windhund mit enormer Geschwindigkeit seine Beute verfolgen. Dabei orientiert er sich vor allem mit den Augen, jagt also auf Sicht. Dies erkl\u00e4rt auch die so typische aufrechte Kopfhaltung, die uns den Eindruck von Stolz vermittelt und ihm etwas pferde\u00e4hnliches gibt. Er ist ideal gebaut f\u00fcr den Renngalopp mit seinem relativ kleinen, schmalen und langen Kopf ( alle schnellen Wildtiere haben \u00fcbrigens kleine K\u00f6pfe), dem schlanken K\u00f6rper und dem tiefen,ger\u00e4umigen Brustkorb, der f\u00fcr die gut ausgebildete Lunge und ein starkes,grosses Herz ( bedeutend gr\u00f6sser als bei&nbsp; anderen Hunden) viel Raum bietet sowie der aufgezogenen Lendenpartie. Diese Hunde haben, salopp ausgedr\u00fcckt, Heckantrieb. Mit seiner stark bemuskelten Hinterhand schnellt er sich vor, um sich weit zu strecken und dann zum n\u00e4chsten Satz mit der stark biegsamen, kr\u00e4ftigen Lende zusammenzuziehen und sogleich wieder wie eine Feder vorzuschnellen. Die langen R\u00f6hrenknochen seiner Beine haben einen ovalen Querschnitt. Dadurch sind sie&nbsp; elastischer und k\u00f6nnen besser heftige St\u00f6sse abfangen. Das gleiche gilt f\u00fcr die gut aufgekn\u00f6cherten Pfoten.&nbsp; Der Kopf wird auch bei hohen Geschwindigkeiten meist erhoben getragen, die Augen sind auf das zu verfolgende Objekt gerichtet. Verliert ein Windhund sein Jagdobjekt aus dem Blickfeld, kehrt er in der Regel zum Ausgangsort zur\u00fcck. Er st\u00f6bert also nicht , um mit der Nase das Wild wieder aufzusp\u00fcren.&nbsp; Darum konnte er auch abgesehen von wenigen Ausnahmen nur auf der freien Fl\u00e4che erfolgreich zur Hetzjagd eingesetzt werden. Oft wurde das Wild zun\u00e4chst mit Sp\u00fcrhunden aufgebracht, um erst dann gezielt die schnellen Windhunde zur Verfolgung einzusetzen. Hierbei entfernten sich Wild und Hund oft weit vom J\u00e4ger.<br>Selbstst\u00e4ndiges Handeln dieser Hetzj\u00e4ger war also wichtig. Diese Eigenschaft ist den Windhunden bis heute mehr oder weniger geblieben, eigentlich eine St\u00e4rke, die aber leider allzu oft aus Unkenntnis mit Dummheit oder Unerziehbarkeit verwechselt wird.<br>Die \u00fcber die ganze Welt verteilte Windhundfamilie , man kennt nach Dr.Emil Hauck ungef\u00e4hr 45 verschiedene Arten bzw Typen, von denen bisher noch keine 20 registriert und einige bereits ausgestorben sind, wurden je nachdem f\u00fcr die Niederwild- oder Grosswildjagd gez\u00fcchtet. Dies kann man an manchen Namen auch noch ablesen wie beispielsweise Deerhound = Hirschhund oder Wolfhound = Wolfshund.<br>Man teilt die Windhundrassen&nbsp; in die \u00f6stliche Gruppe ( z.B. Salukis, Afghanen,Sloughis, Azawakhs ), die westliche Gruppe (z.B. Greyhounds, Whippets, Italienische Windspiele, Barsois, Deerhounds, Irish Wolfhounds, \u2026) und die mediterrane Gruppe ( z.B. Pharaoh Hounds, Podencos&nbsp; Ibicencos, Cirnecos dell\u2018Etna u.a.) ein.<br>Es gibt kurzhaarige, rauhhaarige, befederte und langhaarige Rassen in allen m\u00f6glichen Farbschl\u00e4gen von einfarbig bis trikolor gescheckt.<br>Gr\u00f6ssenm\u00e4ssig geh\u00f6rt das italienische Windspiel mit seiner maximalen H\u00f6he von 38 cm zu den kleinsten der Familie, w\u00e4hrend der Irish Wolfhound mit seinen meistens \u00fcber 80 und bis zu 100 cm&nbsp; immernoch als der gr\u00f6sste Hund der Welt bezeichnet wird. Allen gemeinsam ist aber die typische, dem Galopper eigene&nbsp; Anatomie.&nbsp;&nbsp;<br>Bei den Windhunden wurden in der Regel die heute g\u00fcltigen Rassestandards noch f\u00fcr den Gebrauchshund geschrieben, etwas, was&nbsp; bei aller Begeisterung f\u00fcr das Ausstellungswesen bei Richtern und Z\u00fcchtern nie in Vergessenheit geraten sollte.<br>&nbsp;<br><strong>Was ist Coursing<\/strong><br>Das englische Wort \u201eCoursing\u201c heisst \u00fcbersetzt \u201eHetzjagd mit Hunden\u201c.<br>In einigen abgelegenen Regionen, zum Beispiel in Gebieten Nordafrikas, Russlands oder Asiens, werden Windhunde noch heute f\u00fcr die Fleisch- und Fellbeschaffung eingesetzt.&nbsp;<br>Anderenorts entwickelte sich aus dieser Windhundarbeit bald ein jagdsportliches Vergn\u00fcgen der damaligen Oberschicht, des Adels. Windhunde geh\u00f6rten zusammen mit edlen Pferden und Jagdfalken zu den Statussymbolen&nbsp; und&nbsp; bald wurde aus den Hetzjagden ein Wettkampfsport. So wurden bereits in England zu Zeiten des K\u00f6nigs Heinrichs des XIII, also im 16.Jahrhundert, Hasencoursings mit Greyhounds abgehalten, auf die gewettet wurde. Und wenn es um Geld geht, m\u00fcssen nat\u00fcrlich Wettkampfregeln her. Unter K\u00f6nigin Elisabeth I ,der Tochter Heinrichs des XIII., die sehr ausschweifende Hetzjagden veranstaltete, wie durch zeitgen\u00f6ssische Bilder und Berichte \u00fcberliefert wird, stellte der Herzog von Norfolk die ersten Coursing Regeln auf, n\u00e4mlich die \u201e rules of the leash\u201c. Mit diesem Coursing Reglement sollte der Sieger der jeweils paarweise hetzenden Windhunde festgestellt werden. Schon damals kam es dabei nicht darauf an, welcher der Hunde den Hasen fing und ob er \u00fcberhaupt gefangen wurde, sondern welcher besser gearbeitet bzw.gejagt hatte.<br>&nbsp;<br><strong>Hasencoursing&nbsp; heute<\/strong><br>&nbsp;Im Grunde genommen hat sich diese Form des Hasencoursings mit Greyhounds in England noch bis heute erhalten. Seit dem 18.Jahrhundert f\u00fchren viele Coursingclubs w\u00e4hrend der Jagdsaison, also von September bis M\u00e4rz, solche Coursingwettk\u00e4mpfe durch. Das Waterloo-Cup-Coursing von Altcar z\u00e4hlt dabei zu den ber\u00fchmtesten und popul\u00e4rsten. Diese Hetzjagden werden auf einem bestimmten, mit Hecken bestandenen Wiesengel\u00e4nde&nbsp; abgehalten, das mit Wildhasen dicht besiedelt ist. Die hier lebenden&nbsp; Hasen kennen nat\u00fcrlich alle Schlupfl\u00f6cher und entkommen deshalb meistens. Sie werden von Treibern aufgescheucht w\u00e4hrend die zum Jagen ausgew\u00e4hlten beiden Greyhounds vom Starter, dem sogenannten \u201eSlipper\u201c gemeinsam mit einer speziellen Doppelleine gestartet werden, wenn gen\u00fcgend Abstand ( ca 30 m) zwischen den Hetzhunden und Hase besteht und los geht die Verfolgung. Hasen k\u00f6nnen bis zu 80 km\/h erreichen, sind also schneller als die Verfolger. Der Hase pflegt gradlinig zu fl\u00fcchten, bis ein Hund ihn nahezu erreicht hat. Erst jetzt schl\u00e4gt er urpl\u00f6tzlich einen Haken. Winkel von \u00fcber 180 Grad sind nicht selten. Nun wird er in die neu eingeschlagene Richtung geradeaus weiterfl\u00fcchten, bis ihm ein Verfolger wieder im Nacken sitzt und ihn zum erneuten Hakenschlagen zwingt. Die viel gr\u00f6sseren und schwereren Hunde verlieren nat\u00fcrlich bei jedem abrupten Richtungswechsel enorm an Geschwindigkeit und Kraft. Das f\u00fchrt dazu, dass der Hase meistens den Verfolgern entkommen kann, zumal er ja das Gel\u00e4nde mit all seinen Schlupfwinkeln bestens kennt.&nbsp; Ein Richter, meist zu Pferde, damit er immer den \u00dcberblick beh\u00e4lt, vergibt an die jeweils paarweise mit einem roten bzw.weissen Halskragen startenden Windhunde nach den Kriterien des Coursingreglements Punkte und der Teilnehmer mit der nach Laufbeendigung zusammengerechneten h\u00f6heren Punktzahl gewinnt und kommt&nbsp; in die n\u00e4chste Runde und darf nach einer Erholungspause mit neuem Partner wieder starten.&nbsp; Punkte erh\u00e4lt beispielsweise der Hund, der den Hasen zur Richtungs\u00e4nderung zwingt, f\u00fcr das Nehmen von Hindernissen, f\u00fcr das \u00dcberholen des Partners zwischen den Haken, alles also Zeichen f\u00fcr Schnelligkeit, Wendigkeit, Hasensch\u00e4rfe und Mut. F\u00fcr das Fangen des Hasens gibt es verh\u00e4ltnism\u00e4ssig wenig Punkte verglichen mit denen f\u00fcr die Verfolgungsarbeit.<br>Seit dem Zweiten Weltkrieg setzt man auf den Britischen Inseln auch andere Windhundrassen beim Hasencoursing ein, vor allem Deerhounds, Salukis und Whippets. Ob dieser Sport noch eine Zukunft hat,h\u00e4ngt allerdings davon ab ,ob entsprechende, von der Labour-Regierung geplante Verbote durchgesetzt werden oder nicht. I Schottland ist Hasencoursing&nbsp; bereits verboten.<br>In Mitteleuropa&nbsp; begann man ebenfalls im 19.Jahrhundert&nbsp; nach englischem Vorbild mit Hasen-Coursings, doch hatte dieser Sport bereits Anfang des 20.Jahrhunderts fast \u00fcberall ein abruptes Ende durch das allgemeine Verbot der Hetzjagd mit Windhunden auf lebendes Wild.<br>Ausser in Spanien und Russland gibt es heute auf dem Kontinent die echten Coursings nicht mehr.<br>Den Windhunden blieb als Ersatzbesch\u00e4ftigung das schon damals verbreitete Bahnrennen, doch nicht alle Rassen finden daran Gefallen, bzw. eignen sich dazu. Einerseits, weil sie als Langstreckenl\u00e4ufer&nbsp; anatomisch nicht so daf\u00fcr gebaut sind, oft aber auch&nbsp; intelligenzm\u00e4ssig die Sache durchschauen und die K\u00fcnstlichkeit der Rennbahn kaum ihren Hetztrieb zu wecken vermag.<br>&nbsp;<br><strong>Das Lure-Coursing<\/strong><br>Erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte man eine Ersatzform des Coursings, n\u00e4mlich das Lure-Coursing. Das englische Wort \u201eLure\u201c bedeutet Lockmittel. Zun\u00e4chst vereinzelt, dann&nbsp; seit dem Beginn der 80er Jahre immer h\u00e4ufiger, veranstaltete man die noch heute so praktizierten simulierten Hetzjagden auf ein Ersatzobjekt. Hierzu wird auf einem Naturgel\u00e4nde ein, wie es in der Fachsprache heisst, \u201eParcours\u201c abgesteckt, dass heisst, man steckt sogenannte Umlenkrollen in den Boden, \u00fcber die ein an einer grossen Spule befestigtes ca 500 bis 1000 m langes Seil mit Hilfe eines Motorrades o.\u00e4.&nbsp; ausgelegt wird. Am&nbsp; Seilende ist ein echtes Hasenfell oder sonst ein Lockmittel , also die \u201eLure\u201c angeh\u00e4ngt. Die Spule wurde anf\u00e4nglich noch von Hand,sp\u00e4ter mit einem Motor bet\u00e4tigt und so kann man das Lockmittel ,durch die Umlenkrollen in die gew\u00fcnschte Richtung geleitet, \u00fcber das Gel\u00e4nde in der den verfolgenden Hunden angepassten Geschwindigkeit \u00fcber den Boden schleppen. Es simuliert so f\u00fcr den Windhund ein Jagdobjekt. Der optische Reiz und auch das Ger\u00e4usch verbunden mit der Witterung l\u00f6sen in ihm fast immer seinen angeborenen Hetztrieb aus und er wird versuchen, diesen K\u00f6der zu verfolgen. Der ausgesteckte Parcours versucht nach M\u00f6glichkeit einen typischen Fluchtweg eines Hasen zu simulieren mit l\u00e4ngeren Geraden, Hakenschlagen und Durchlaufen von Hindernissen auf m\u00f6glichst unebenem und naturbelassenem Gel\u00e4nde. Am Ende bleibt das Fell liegen und der oder die Verfolger erleben so etwas wie einen Jagderfolg, indem sie das Lockmittel ergreifen k\u00f6nnen.<br>Der&nbsp; Hasenzieher, also die Person, die die motorgetriebene Spule reguliert, bem\u00fcht sich, durch entsprechende Geschwindigkeit das Lockmittel immer in Sichtweite vor den Verfolgern&nbsp; zu halten. Dies erfordert viel Geschicklichkeit und Erfahrung, zumal die einzelnen Rassen sehr unterschiedlich laufen. Zum Beispiel die f\u00fcr die Hasenjagd gez\u00fcchteten Whippets und Greyhounds, aber auch Afghanen verfolgen&nbsp; meist mit gleichbleibend hoher Geschwindigkeit, um so m\u00f6glichst nahe am vermeintlichen Hasen zu bleiben und&nbsp; jagen meist einzeln w\u00e4hrend eher gemeinschaftlich jagende Grosswildj\u00e4ger wie Deerhounds oder Barsois auf der freien Fl\u00e4che mehr auf Abstand zum Lockmittel laufen, um Absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, wohin der \u201eHase\u201c sich wendet. Geht es auf eine Deckung zu, beschleunigen sie fast immer urpl\u00f6tzlich, weil sie instinktiv oder aus Lure-Coursingerfahrung vermuten, dass nun ein Haken geschlagen wird und versuchen, sich das vermeintliche Jagdobjekt durch Abk\u00fcrzen zuzutreiben.<br>Da die Teilnehmer nach M\u00f6glichkeit paarweise laufen sollten, ist es nat\u00fcrlich unerl\u00e4sslich, dass beide sauber laufen, das heisst, nur an der Verfolgung des Jagdobjektes interessiert sind und den Partner nicht behindern oder angreifen. Inzwischen m\u00fcssen aus diesem Grund alle offiziellen Lurecoursingteilnehmer eine g\u00fcltige Coursing- bzw eine Rennlizenz haben.So l\u00e4sst sich&nbsp; manch unangenehmer Zwischenfall verhindern. Ausserdem gilt an internationalen Wettk\u00e4mpfen Maulkorbpflicht, auch wenn ihr Sinn bei manchen immernoch umstritten ist. Trotzdem kommt es, wenn auch sehr&nbsp; selten, zu Angriffen und R\u00e4mpeleien, die dann mit Disqualifikationen vom Richter geahndet werden.<br>In den USA gibt es schon seit 1972 offiziell nach Regeln gezogene Lure-Coursings mit Vergabe von anerkannten Titeln.&nbsp;&nbsp; In Mitteleuropa&nbsp; hat man in Frankreich die l\u00e4ngste Erfahrung mit dieser als Wettkampf durchgef\u00fchrten Sportart. Man hat sich dort weitgehend an den oben erw\u00e4hnten englischen Coursingregeln orientiert. Ein Richter vergibt Punkte f\u00fcr Geschwindigkeit, Intelligenz, Mut, Hetzlust, \u00dcberholen des Partners,&nbsp; Ausdauer und Fangverhalten.Whippets und Windspiele laufen 450 m, alle anderen Rassen 700 bis 1000 m.<br>Es gibt am Vormittag einen Vorlauf, bei dem die Laufpartner frei zusammengestellt sind und Nachmittags den Finallauf. Hier erfolgt die Laufeinteilung nach den vormittags erzielten Punkten, damit m\u00f6glichst gleichstarke Hunde zusammen arbeiten.&nbsp; Je nach erreichter Gesamtpunktzahl qualifizieren sich die Hunde in den Kathegorien , und und k\u00f6nnen bei gen\u00fcgend guter Leistung Coursing-Championatsanwartschaften erlangen. Auch in Deutschland und Holland\/Belgien wurde man immer aktiver und hat seit Mitte der 90er Jahren ein nach FCI anerkanntes&nbsp; Coursingregelwerk, dass sich eng am franz\u00f6sischen orientiert. Daneben werden noch teilweise Jagdcoursings nach einfacheren Regeln wie dem Norddeutsche Reglement&nbsp; sowie Freundschaftscoursings abgehalten<br>&nbsp;<br><strong>Lure-Coursing in der Schweiz<\/strong><br>Eine \u00e4hnliche Entwicklung ,wenn auch mit leichter Verz\u00f6gerung bei der Einf\u00fchrung eines offiziellen, international anerkannten&nbsp; Reglements, gab es in der Schweiz. Auch hier wurden bereits seit Anfang der 80er Jahre Jagdcoursings durchgef\u00fchrt, gezogen nach dem Norddeutschen Reglement sowie Tor-Coursings, bei dem es vor allem darum ging ,welcher Hund die meisten den Parcours begleitenden, mit gesteckten Stangen markierten Tore durchlief. Neben der sonst \u00fcberall \u00fcblichen, am Boden gef\u00fchrten Schleppvorrichtung zum Ziehen des Hasenfells, bei der f\u00fcr jeden Lauf das Seil neu ausgelegt werden muss, gibt es in der Schweiz noch eine auf in den Boden gerammten St\u00e4ndern in \u00dcberkopfh\u00f6he gef\u00fchrte Endlosanlage, die von Urs Hunziker entwickelt wurde. Der grosse Vorteil besteht in der erh\u00f6hten Sicherheit f\u00fcr die Hunde, die so nicht mehr Gefahr laufen, in das \u00fcber dem Boden laufende Schleppseil zu geraten. Ausserdem spart man viel Zeit und vermeidet unn\u00f6tige Flursch\u00e4den, weil Dank der Endlosanlage nicht f\u00fcr jeden Lauf die Lure neu ausgelegt werden muss. Nachteilig ist bisher, dass aus statischen Gr\u00fcnden leider bei dieser Anlage dem Kursverlauf des Parkours sowie der Streckenl\u00e4nge Grenzen gesetzt sind.<br>Teilweise kommt ausserdem&nbsp; in der Schweiz eine \u00fcber dem Boden gef\u00fchrte Endlosanlage zum Einsatz.<br>Inzwischen wurde der Leistungsnachweis an Lure-Coursings dem an Bahnrennen gleichgestellt. Das bedeutet, dass auch ein Coursinghund mit an internationalen Leistungs-Coursings erzielten Championatsanwartschaften und entsprechenden Ausstellungsresultaten den Arbeitstitel \u201eInternationaler Rennchampion\u201c erlangen kann.<br>Im&nbsp; Jahr 2000 wurden in der Schweiz bereits insgesamt 8 Coursings, davon 3 internationale, gezogen, in Kandersteg auf Schnee, Lotzwil, Frauenfeld, Interlaken, Bremgarten und Aarau. Ausrichter waren die Vereine Ostschweizer Windhundfreunde und Windhundfreunde Aargau, sowie die Rennvereine aus Lotzwil und Rifferswil. Die letztgenannten f\u00fchrten \u00fcbrigens in einer sehr gelungenen Doppelveranstaltung das \u00fcberhaupt erste in der Schweiz gezogene&nbsp; internationale Leistungscoursing, dazu noch auf Schnee, in Kandersteg durch.<br>Allgemein kann man zum Verletzungsrisiko bei Lure-Coursings sagen, das es relativ gering ist, solange sich die teilnehmenden Windhunde in gutem Trainingszustand befinden, gut eingelaufen und gesund sind. Aber das sollte eigentlich eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit sein.<br>Es ist \u00fcbrigens erstaunlich, wie genau sich die meisten Hunde den Kursverlauf einpr\u00e4gen k\u00f6nnen, wenn sie eine Weile am Rand warten m\u00fcssen und anderen Windhunden zuschauen k\u00f6nnen.Wenn sie drankommen, k\u00fcrzen sie entsprechend ab, um den vermeintlichen Hasen schneller fangen zu k\u00f6nnen.<br>Ausserdem kommt es nicht selten vor, dass irgendwann so ein alter \u201eCoursingk\u00e4mpfer\u201c ganz genau weiss, dass das \u201eH\u00e4si\u201c&nbsp; immer am Ziel liegenbleibt. Man muss es nur gut beobachten, wohin es l\u00e4uft, um dann elegant auf dem k\u00fcrzesten Weg dorthin zu eilen und es dem anderen, brav&nbsp; jagenden Mitstreiter vor der Nase wegzuschnappen.<br>Der aufmerksame Leser merkt schon, dass das Lure-Coursing viel an Interpretation des rassespezifischen Jagdverhaltens der Windhunde, aber auch des Fluchtverhaltens des Hasens bedarf. Hier sind die inzwischen nach strengen Richtlinien ausgebildeten Coursing-Richter&nbsp; auf ein fundiertes SpezialwIssen, hohe Kenntnisse \u00fcber das Jagdverhalten der einzelnen Windhundrassen und wenn m\u00f6glich, auf real gemachte Jagderfahrungen, zum Beispiel in England, Russland oder anderen L\u00e4ndern, angewiesen. Momentan gibt es in der Schweiz 3 lizensierte Coursing-Richter.<br>Trotz der&nbsp; Zweifel, die manche an der Objektivit\u00e4t der Leistungsbeurteilung haben, ist es offensichtlich, dass&nbsp; dieser Sport den teilnehmenden Windhunden sowie seinen Besitzern viel zu bieten hat. Es macht unendlich Freude, einen jungen Hund an diese Art Jagderlebnis heranzuf\u00fchren, ihn \u201eauf den Lure-Coursing-Geschmack zu bringen\u201c. Sp\u00e4ter kommt dann das Trainieren und Vorbereiten f\u00fcr die Veranstaltungen dazu.<br>Wer einmal den zufriedenen Ausdruck eines nach dem Coursing m\u00fcden Windhundes gesehen hat, der seinen Hetztrieb austoben konnte,&nbsp; versteht, wovon ich spreche. Ausserdem muss man keine Angst haben, die Windhunde dadurch auf Wild \u201escharf\u201c zu machen. Ganz im Gegenteil! So k\u00f6nnen sie ihren angeborenen Hetztrieb auf f\u00fcr Wald und Wild&nbsp; ungef\u00e4hrliche Weise&nbsp; ab und zu mal ausleben und sind dadurch ausgeglichener.<br>Lure-Coursings bieten Windhunden die M\u00f6glichkeit , wenigsten eine Andeutung&nbsp; von der Arbeit zu leisten, f\u00fcr die sie in jahrtausendlanger sorgf\u00e4ltiger Auslese gez\u00fcchtet wurden.<\/p>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div><strong>Der Standard im Spannungsfeld Richter-Aussteller-Z\u00fcchter<\/strong><\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Frau M. M\u00fcller-Schneebeli<\/strong><br>Die Aufgabe eines Richters ist es, nach Standard zu richten. Der Standard ist aber nur ein Grundger\u00fcst. In den Standards heisst es selten, es &#171;muss&#187;, sondern &#171;soll&#187;, &#171;erw\u00fcnscht&#187; oder &#171;unerw\u00fcnscht&#187;. Es sind also nur Richtlinien, keine klaren Forderungen.<br>Dies erkl\u00e4rt zum gr\u00f6ssten Teil die Beurteilungsabweichungen der verschiedenen Richter. Individuell stellt sich der eine oder der andere Richter Forderungen, sei es in der Anatomie, in der Erscheinung oder im Erscheinungsbild. F\u00fcr einen Z\u00fcchter ist es meiner Ansicht nach wichtige ein Ergebnis der Beurteilung des Hundes in der Kombination der Ansicht Richter-Z\u00fcchter zu suchen und zu finden. Das heisst, der Z\u00fcchter ist vielfach informierter \u00fcber seine Rasse, was Typ, Wesen, Zucht und Geschichte anbelangt, als es der Richter ist, er kann aber damit in der Zucht einseitig werden mit seinen Forderungen. Deshalb sollte auch das Richterurteil ein Bestandteil f\u00fcr die Zucht sein .<br>Es gibt Hunde, die an verschiedenen Ausstellungen unter verschiedenen Richtern differenzierte Wertnoten erhalten. Das ist f\u00fcr die Aussteller immer unverst\u00e4ndlich. Ich konnte aber in all den Jahren beobachten.dass ein Hund mit korrekter Anatomie und einem vorz\u00fcglichen Erscheinungsbild selten aus der Wertnote &#171;vorz\u00fcglich&#187; f\u00e4llt. Hunde mit M\u00e4ngeln, wenig Ausstrahlung oder auch Ringunerfahrene k\u00f6nnen effektiv differenziert beurteit werden. In den letzten Jahrzehnten verfielen \u00f6fters Z\u00fcchter und Rassevereinigungen der Idee, bestehende Rassen zu verbessern respektive dem Geschmack der heutigen Menschen anzupassen, anstatt das Ueberlieferte zu erhalten und zu pflegen. Jeder Richter und Z\u00fcchter sollte meiner Ansicht nach ein &#171;Pfleger&#187; der gew\u00e4hlten und anvertrauten Rasse sein, und kein Streber nach Neuem und Extremen.<br>Bevor wir zum Standard kommen, noch einige Ansichten und Forderungen, die ich generell als sehr wichtig betrachte: Unsinnig ist, wenn nur auf gewisse Teile der Anatomie Wert gelegt wird, wie z.B. eine Zeit lang beim Bernhardiner auf einen grossen und imponierenden Kopf, dabei war es unwichtig, dass er hinten oft kaum stehen konnte. Leider wurde im Laufe der Rassehundezucht immer st\u00e4rker an der markanten \u00e4usseren Erscheinung gearbeitet, und die Zeit der Luxus- und Renommierhunde begann, w\u00e4hrenddem der Gebrauchswert der Hunde immer mehr in den Hintergrund trat. Sicherlich bekommt man, betrachtet man einen ruhig stehenden Hund, einen ersten Gesamteindruck. Aber erst, wenn man den Hund in Bewegung sieht, kann man erkennen, ob er auch die richtigen, ausgewogenen inneren Voraussetzungen hat. Was n\u00fctzt eine hervorragende Hinterhand, wenn die entsprechende Winkelung in der Schulter fehlt- oder umgekehrt. Es ist unm\u00f6glich, dass die einzelnen K\u00f6rperteile harmonisch arbeiten, wenn ihr Bau nicht aufeinander abgestimmt ist. Hunde, von denen Ausdauer und Schnelligkeit verlangt wird, m\u00fcssen einen ausgewogenen K\u00f6rperbau haben, insbesondere m\u00fcssen sie eine korrekte Vorder- und Hinterhand aufweisen.<br>Vorf\u00fchren im Ring: Es ist n\u00f6tig, dass der Aussteller und sein Hund \u00fcben, locker und leicht und ohne grossen Zug der Leine im Ring zu laufen. Es ist bemerkenswert, wie v\u00f6llig anders sich ein und derselbe Hund zeigt, je nachdem, ob ein unerfahrener F\u00fchrer den uninteressierten, gelegentlich sogar widerstrebenden Hund an der Leine im Kreis herumzerrt, oder ob ein ge\u00fcbter Vorf\u00fchrer den Hund motiviert, sodass dieser aufmerksam und gespannt an der lockeren Leine trabt. Auch die Beziehung Mensch- Hund kann eine sehr positive Wirkung auf die Bewegung und Ausstrahlung haben.<br>Selbst ein gut gebauter Hund kann- wenn er schlecht gezeigt wird- um seine gute Note kommen. Nicht nur das! Es kann sogar passieren, dass ihm ein Hund mit gewissen M\u00e4ngeln den Rang abl\u00e4uft, nur weil dieser ausgezeichnet vorgef\u00fchrt wird und sich dementsprechend pr\u00e4sentiert.<br><strong>KOPF (siehe dazu auch Beitrag &#171;Kopf&#187;)<\/strong><br>Allgemein:<br>So sehr man auch in Versuchung ger\u00e4t, den Hund nach der Qualit\u00e4t seines Kopfes zu beurteilen, liegt darin eine grosse Gefahr, der sowohl die Richter als auch die Z\u00fcchter leicht und leider h\u00e4ufig erliegen. Ein typischer Windhundkopf muss zuallererst harmonisch zum dazugeh\u00f6rigen K\u00f6rper passen, dies bleibt h\u00e4ufig im Eifer des Begutachtens ohne die n\u00f6tige Beachtung. Verh\u00e4ltnismasse f\u00fcr den Kopf gibt es nicht, jeder Kopf muss sich, wie alle anderen Geb\u00e4udeteile auch, in das Ebenmass des Gesamtgeb\u00e4udes einf\u00fcgen. Nicht die Ausmessungen bestimmen den Adel, die Sch\u00f6nheit der Kopfform, die, wenn gut, edel, trocken, ganz unbestreitbar den Gesamteindruck des Hundes hebt. Wenn man selbst Hunde beurteilen will oder beobachtet, wie die Bewertung im Ring ausf\u00e4llt, kann man feststellen, dass die Versuchung, den Hund &#171;nach dem Kopf&#187; zu bewerten, sehr gross ist, und dass dabei- im Sinne der Rasse- nicht immer vern\u00fcnftig verfahren wird. Ein Z\u00fcchter darf nie der Versuchung erliegen, Hunde nach dem Kopf zu z\u00fcchten. Z\u00fcchtet ein Z\u00fcchter auf feine, lange K\u00f6pfe, wird er auch unweigerlich feine, leichte Hunde erhalten, Hunde, denen die Substanz fehlt. Daher mein Leitspruch beim Richten: Ein Kopf passt immer zum \u00fcbrigen K\u00f6rper des zu beurteilenden Hundes<br>Deerhound-Kopf:<br>Ein Kopf mit guten Proportionen, lang und flach, hoch getragen. Erw\u00fcnscht ist ein guter Schnurrbart oder vielmehr seidiges Haar und ein sch\u00f6ner Bart. Dies ist kurz umschrieben, jedoch sicher gen\u00fcgend f\u00fcr die Beurteilung.<br>&nbsp;<br><strong>AUGEN<\/strong><br>Die Augen sollen dunkel sein. Ein sehr helles Auge ist unerw\u00fcnscht. (D.h. es muss nicht tiefdunkel sein, ein bluefawn Deerhound darf auch ein helles Auge haben.) Das Auge ist m\u00e4ssig rund. Der beschriebene Ausdruck ist an einer Ausstellung nie korrekt beurteilbar.<br>&nbsp;<br><strong>OHREN<\/strong><br>Ein sehr typisches Merkmal des Deerhounds. Kurz beschrieben: Hoch angesetzt und- in der Ruhestellung wie die Ohren des Greyhounds- zur\u00fcckgefaltet. Stehohr nicht erw\u00fcnscht. Ein schlimmer Fehler ist ein grosses dickes Ohr, das flach am Kopf herabh\u00e4ngt oder mit langem Haar bedeckt ist. Das Ohr soll weich, gl\u00e4nzend und wie ein Mausefell anzuf\u00fchlen sein. Je kleiner das Ohr ist, umso besser. Die Ohren sollen schwarz oder dunkelfarben sein, wie immer auch die gesamte Haarfarbe ist.<br>&nbsp;<br><strong>GEBISS<\/strong><br>Ebenm\u00e4ssige Z\u00e4hne. (Weiter wird nichts festgelegt!)<br>&nbsp;<br><strong>HALS<\/strong><br>Der Hals soll lang sein, d.h. von einer L\u00e4nge, die zum Windhund-Charakter des Hundes passt. Eigentlich gen\u00fcgt dieser Satz schon, denn der Hals passt auch immer zum Typ. Der hochgestellte elegante Deerhound hat auch einen eleganten Hals von guter L\u00e4nge, und der gedrungenere kr\u00e4ftigere Typ hat auch entsprechend dazu den passenden Hals. Der Nacken soll an der Stelle, wo der Kopf angesetzt ist, stark hervortreten, und die Kehle soll am Halswinkel trocken angesetzt und vorspringend sein.<br>&nbsp;<br><strong>VORHAND<\/strong><br>Die Schultern sollen gut abfallen, die Schulterbl\u00e4tter sollen gut zur\u00fcckgesetzt sein. Zwischen ihnen soll es nicht zuviel Abstand haben. Ueberladene und steile Schultern sind sehr schwere Fehler. Die Vorderl\u00e4ufe sollen gerade, breit und flach sein, ein guter, breiter Unterarm und Ellbogen sind erw\u00fcnscht.<br>Ausf\u00fchrungen zur Vorhand:<br>Der Grundstock f\u00fcr die ganze Vorhand ist das Schulterblatt.<br>Die schr\u00e4ge, gut zur\u00fcckgesetzte Schulter ist massgebend f\u00fcr den Vortritt.<br>Das Schulterblatt hat der L\u00e4nge nach in der Mitte einen Knochengrat, der zum Ansetzen der Muskeln dient. Dieser Grat ist beim Abtasten mit dem Finger deutlich zu f\u00fchlen. Stellen Sie den Hund in eine normale, ruhige Position, und denken Sie sich eine Linie als Verl\u00e4nge-<br>rung des Knochengrates bis zum Boden. Hier ist dann etwa die Reichweite des Vorder-laufes.<br>Ist die Vorhand steil im Verh\u00e4ltnis zur z.B. stark gewinkelten Hinterhand, kann es durch den ungen\u00fcgend aufgefangenen starken Schub von hinten zu einen, sehr unharmonischen Gangwerk kommen. Die mangelhafte Vorhand begrenzt auch die Leistungsf\u00e4higkeit der Hinterhand. &#8211; Bei allen Hunderassen ist der Oberarmknochen l\u00e4nger als das Schulterblatt. (Bis auf wenige Ausnahmen!) &#8211; Zusammengefasst kann man sagen, dass- je l\u00e4nger Schulterblatt und Oberarm und je schr\u00e4ger deren beider Lage- umso gr\u00f6sser sowohl die Bewegungsm\u00f6glichkeit des Laufs nach vorn wie aber auch die Schulterfreiheit ist.<br>Der Schr\u00e4glage sind aber auch Grenzen gesetzt. Eine zu grosse Schr\u00e4glage der Schulter bietet nicht mehr die ausreichende Festigkeit. Das kann schwere Bewegungsst\u00f6rungen mit sich ziehen, da den Muskeln bei der Stemmbewegung eine \u00fcbergrosse Kraftanstrengung abgefordert wird.<br>Zuallerletzt: Warum haben wir heute vielfach schlechte Schulterlagen bei vielen Rassen?-Weil heute vielfach versucht wird, auf grosse, imponierende Rassevertreter zu z\u00fcchten.<br>&#171;Ueberladene Schultern sind ein schwerer Fehler&#187;- was heisst das?<br>Ein schmales, gut zur\u00fcckliegendes Schulterblatt ist nie \u00fcberladen, da es mit langen, schlanken Muskeln ausgestattet ist. Bei zu stark bemuskelter Schulterpartie'(=\u00fcberladen) stellt man fest, dass das Schulterblatt k\u00fcrzer und breiter ist und die Ellbogen dazu neigen, sich nach ausw\u00e4rts zu drehen. Meistens ist auch der obere Rand der Schulterbl\u00e4tter zu weit auseinander stehend.<br>Ausgedrehte Ellbogen k\u00f6nnen auch das Ergebnis zu grosser Anstrengung im Welpenalter sein. Dazu muss der Richter das Auge haben, da dies ein Sch\u00f6nheitsfehler ist und kein Zuchtfehler, der sich weitervererbt.<br>Zu breite Brust und abstehende Ellbogen f\u00fchren dazu, dass der Hund die Pfoten im Stand- und noch vermehrt in der Bewegung- nach einw\u00e4rts dreht.<br>Auch der angedr\u00fcckte Ellbogen ist immer ein Fehler, da auf diese Weise der K\u00f6rper auf den &#8211; ihn unterst\u00fctzenden &#8211; Vorderf\u00fcssen ruht, statt, wie es richtig w\u00e4re, zwischen den beiden Schultern zu h\u00e4ngen. Angedr\u00fcckte Ellbogen sind meist die Folge einer zu schmalen Brust. Dieser Fehler ergibt meistens die &#171;Franz\u00f6sische Stellung&#187;, indem die Vorderf\u00fcsse nach aussen gedreht werden.<br>&#171;Die Vorderl\u00e4ufe sollen gerade und flach sein&#187;, d.h. es werden flache Knochen und nicht R\u00f6hrenknochen gew\u00fcnscht. Diese sind von vorne gesehen schmal und sind seitlich gesehen breit, wie dies im Standard gew\u00fcnscht wird.<br>Die wichtigste Aufgabe des Vordermittelfusses besteht darin, den Stoss federnd aufzufangen. Von vorne gesehen muss er senkrecht unter dem Unterarm stehen, von der Seite gesehen darf er nicht die gerade Fortsetzung des Unterarms bilden, sondern er soll leicht schr\u00e4g zum Boden stehen. Ein zu steil gestellter Mittelfuss ergibt ein unelastisches Auftreten.<br>Vom Vordermittelfuss steht nichts im Standard.<br>&nbsp;<br><strong>RUMPF<\/strong><br>Der Rumpf und der allgemeine K\u00f6rperbau sind die eines Greyhounds mit erheblicherer Gr\u00f6sse und st\u00e4rkeren Knochen. Die Brust ist eher tief als breit, aber nicht zu schmal und flachrippig. Die Lende ist gut gew\u00f6lbt und zur Rute hin abfallend. Ein gerader R\u00fccken ist unerw\u00fcnscht. da diese Form f\u00fcr das Bergauflaufen ungeeignet und sehr unansehnlich ist.<br>Ausf\u00fchrungen zum Rumpf:<br>&#171;Die Brust ist eher tief als breit&#187; aber &#171;nicht zu schmal und flachrippig&#187;, d.h. sie soll nicht so gew\u00f6lbt sein wie beim Grey, aber auch nicht so flachrippig wie beim Barsoi. Hier muss das Mittelmass gefunden werden.<br>&#171;Die Lende ist gut gew\u00f6lbt und zur Rute hin abfallend. d.h. dass eine sch\u00f6ne und kraftvoll geschwungene Lende gew\u00fcnscht wird. Nicht aber ein R\u00fccken, bei dem der Schwung schon nach dem Wechselwirbel beginnt. Der Anfang der Lendenwirbels\u00e4ule ist die letzte Rippe, ihr Ende vor dem Darmbeinrand. Je kr\u00e4ftiger der Brustkorb nach hinten entwickelt ist, und je breiter die Querforts\u00e4tze der Lendenwirbels\u00e4ule sind, umso sch\u00f6ner und kraftvoller wirkt der R\u00fccken.<br>&#171;R\u00fcckenfestigkeit&#187; ist keinesfalls nur Sache der Lendenwirbels\u00e4ule. Sie wird auch durch die Verbindung Lendenwirbels\u00e4ule-Kreuzbein und durch das Becken, seine Lage und Tiefe hergestellt, die durch Muskelverbindungen an der Br\u00fccke mittragen. Immer wieder zeigt sich, dass Vorz\u00fcge und M\u00e4ngel sich nicht an einem Punkt zeigen, sondern immer mit der gesamten K\u00f6rperstruktur im Zusammenhang stehen.<br>Die Kruppe, sie ist im Standard nicht vermerkt, hat aber f\u00fcr die Beurteilung der Hinterhand und der R\u00fcckenlinie eine wichtige Bedeutung. Die Kruppe muss einen sanften, leichten Abfall haben.sonst wirkt die R\u00fcckenlinie unharmonisch und eher gerade. Bei den Windhunden wird die gew\u00fcnschte Schr\u00e4glage der Kruppe durch das verh\u00e4ltnism\u00e4ssig kurze Becken ausgeglichen. Bei guter L\u00e4nge hat auch die Kruppe ausreichend Platz f\u00fcr kr\u00e4ftige Muskeln und ist Bedingung f\u00fcr eine gut gewinkelte, kraftvolle Hinterhand.<br>&nbsp;<br><strong>HINTERHAND<\/strong><br>Abfallend und so breit wie m\u00f6glich, die H\u00fcfth\u00f6cker weit auseinander. Die Hinterl\u00e4ufe sollen im Kniegelenk gut gewinkelt sein, grosse L\u00e4nge. zwischen H\u00fcften und Sprunggelenken, die breit und flach sein sollen. Ausf\u00fchrungen zur Hinterhand:<br>Der erste Satz bezieht sich auf die Kruppe (oben beschrieben).<br>H\u00fcfth\u00f6cker weit auseinander heisst, dies ist eine gute Fortsetzung einer kraftvollen Lendenpartie.<br>F\u00fcr alle Hunderassen gilt, dass die Hinterhand immer insgesamt ca. 6-10% l\u00e4nger ist als die Vorhand.<br>Die Ausgangsgr\u00f6sse f\u00fcr eine gut entwickelte Hinterhand ist immer der Oberschenkelknochen von guter L\u00e4nge.<br>Langbeinige Rassen- wie Windhunde- haben im Verh\u00e4ltnis zu anderen Rassen auch lange Unterschenkel.<br>Knie- und Sprunggelenk m\u00fcssen gut gewinkelt sein. Die Sprunggelenke stehen tief. Der Hintermittelfuss muss l\u00e4nger sein als der Vordermittelfuss, aber doch nicht zu lange. Wenn das Sprunggelenk zu hoch steht, ergibt es nicht mehr die gew\u00fcnschte L\u00e4nge zwischen H\u00fcfte und Sprunggelenk.<br>Von hinten gesehen m\u00fcssen die Beine parallel zueinander stehen.<br>Das Verh\u00e4ltnis in der Anatomie muss immer stimmen. Es ist z.B. erwiesen, dass ein Hund mit langen, R\u00fccken auch einen l\u00e4ngeren Vorderund auch Hintermittelfuss hat.<br>Wenn von der Hinterhand verlangt wird, sie solle kr\u00e4ftig gewinkelt und gut bemuskelt sein, kann man dies am Bewegungsablauf gut erkl\u00e4ren. Erst die ausreichende L\u00e4nge von Ober- und Unterschenkel erm\u00f6glicht es, das Hinterbein ausreichend weit nach vorne unter den K\u00f6rper zu bringen und eine gute Schrittl\u00e4nge zu erzielen.<br><strong>PFOTEN<\/strong><br>Sie sollen geschlossen und kompakt mit gut gestellten Zehen sein. Gute Krallen!<br>Ausf\u00fchrungen zur Pfote:<br>Eine Katzenpfote, wie sie im Standard erw\u00fcnscht ist, hat kurze, gew\u00f6lbte Zehenglieder. Sie leistet- kompakt und gut geschlossen- mehr Widerstand gegen Verletzungen. Die nicht gew\u00fcnschte Hasenpfote hat l\u00e4ngere Knochen und kann oft den Stoss nicht federnd abfangen und ist, wegen ihrer langen, feinen Zehenknochen und Gelenken leicht Verletzungen ausgesetzt.<br>Hat der Hund gespreizte Pfoten, geht er unelastisch, wie ein Mensch mit Plattf\u00fcssen, und er braucht daher viel mehr Kraft.<br>Die Vorderpfoten sind meist gr\u00f6sser als die hinteren, was wegen ihrer st\u00e4rkeren Belastung auch n\u00f6tig ist: Beim stehenden Hund ruhen 60% des K\u00f6rpergewichtes auf der Vorhand, beim laufenden Hund im Extremfall sogar das gesamte K\u00f6rpergewicht!!<br>Was die RUTE, das HAARKLEID und die FARBE betrifft, ist dies rassespezifisch auf den Deerhound zugeschnitten. Dar\u00fcber m\u00f6chte ich nicht viele Worte verlieren, es ging mir heute im Besonderen um die Anatomie und die Zusammenh\u00e4nge f\u00fcr einen guten Bewegungsablauf.<br>Einen f\u00fcr mich wichtigen Leitsatz m\u00f6chte ich zum Schluss noch anbringen:<br>Lernen und nie vergessen sollten wir, dass Sch\u00f6nheit und Leistung untrennbar miteinander verbunden sind.<br>&nbsp;<br><em>M . M\u00fcller-Schneebeli<\/em><\/p>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div><strong>\u00a0Der Kopf<\/strong><\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Paula Pascoe, Allegan (MI), USA und Karen Huffman, Alexander City, Alabama USA. Illustrationen: Karen Huffman. Uebersetzung: Ren\u00e9e E. Devaux, mit freundlicher Erlaubnis der Autorinnen<\/strong><br>&nbsp;<br>In seinem Buch &#171;The Dog: Structure and Movement&#187; (Der Hund: Bau und Bewegung) warnt R.H. Smythe, dass &#171;bei allen, die die Qualit\u00e4ten von Hunden zu beurteilen versuchen, die Tendenz besteht, zuerst den Kopf anzuschauen und diesem viel mehr Aufmerksamkeit zu schenken als dem Rest des K\u00f6rpers&#187;. Dies kommt daher, wie Smythe beobachtet, &#171;dass Kopf und Gesicht auff\u00e4lligster Slitz des Ausdrucks sind \u2026.&#187; Wie dem auch sei, einige Rassestandards gewichten den Kopf sehr stark. Von denjenigen Standards, die die einzelnen Teile mit Punkten gewichten, teilt der Bulldog-Standard z.B. deren 39 dem Kopf zu (nimmt man Haltung und Ausdruck dazu, sogar 44). Der Standard des Pekingesen weist den verschiedenen Kopfmerkmalen 40 Punkte zu. Die Windhund-Standards hingegen legen eher weniger Gewicht auf den Kopf als die oben erw\u00e4hnten. Beim Greyhound z.B. gibt es f\u00fcr Kopf und Hals zusammen 20 Punkte. Der amerikanische Deerhound-Standard teilt zwar nicht Punkte zu, aber in unseren &#171;Punkten des Deerhounds nach Wichtigkeit geordnet&#187; kommt der Kopf an 4. Stelle hinter Typ, Bewegungsablauf und Gr\u00f6sse (verbunden mit Qualit\u00e4t). Die Ohren kommen an 11., die Augen an 12. und die Z\u00e4hne an 17. Stelle dieser Liste, die 18 Punkte umfasst.<br>Wir werden uns sp\u00e4ter anderen Merkmalen des Kopfes, Ohen und Augen eingeschlossen, zuwenden, m\u00f6chten aber zuerst den eigentlichen Kopf des Deerhounds betrachten- den Sch\u00e4del, die Erhebung \u00fcber den Augen und die Schnauze- und zwar mit Hilfe von Zeichnungen aus drei Perspektiven, von oben, von der Seite und von vorn.<br>&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img data-opt-id=1707058268  data-opt-src=\"https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/kopf1.png\"  decoding=\"async\" width=\"189\" height=\"421\" src=\"data:image/svg+xml,%3Csvg%20viewBox%3D%220%200%20100%%20100%%22%20width%3D%22100%%22%20height%3D%22100%%22%20xmlns%3D%22http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%22%3E%3Crect%20width%3D%22100%%22%20height%3D%22100%%22%20fill%3D%22transparent%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" alt=\"\" class=\"wp-image-266\" old-srcset=\"https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:189\/h:421\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/kopf1.png 189w, https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:135\/h:300\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/kopf1.png 135w\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Satz in dem Abschnitt des Standards, der den Kopf beschreibt, lautet:&#187; Der Kopf soll die maximale Breite auf H\u00f6he der Ohren aufweisen und sich zu den Augen hin leicht verj\u00fcngen, die Schnauze spitzt sich zur Nase ausgepr\u00e4gter zu&#187;. Ein Schl\u00fcsselwort in dieser Beschreibung ist &#171;sich zuspitzen&#187;, was &#171;gegen ein Ende hin allm\u00e4hlich geringer werden&#187; bedeutet. Verschiedene Z\u00fcchter und Kenner interpretieren dieses &#171;sich zuspitzen&#187;- v.a. des Hirnsch\u00e4dels- unterschiedlich. Was der eine f\u00fcr korrekt h\u00e4lt, ist dem anderen zu breit oder zu schmal. Dessen ungeachtet sollte eindeutig eine (leichte) Breitenreduktion vom hinteren Ende des Sch\u00e4dels zu dessen Mitte, d.h. zum Augenbereich, vorhanden sein. Wie der Standard sagt, sollte das &#171;sich zuspitzen&#187; vom Bereich der Augen zur Nase hin ausgepr\u00e4gter sein. Skizze 1 illustriert einen Kopf, der dem Standard diesbez\u00fcglich gerecht wird. Skizze 2 zeigt die &#171;Schnepfenschnauze&#187;, Wir haben hier einen Absatz bei Uebergang Sch\u00e4del- Schauze, was auf unterentwickelte Backen hindeutet. Was wir beim Deerhound wollen, sind kr\u00e4ftige Kieferknochen und gut entwickelte Kaumuskeln, die ihn bef\u00e4higen, einen um sich schlagenden Rothirsch festzuhaltlen. Der &#171;Schnepfenschnauze&#187; fehlt die grausame Kraft, die in einigen Windhundstandards verlangt wird (der Deerhound-Standard erw\u00e4hnt den Zusammenhang zwischen Form und Funktion in diesem Punkt nicht). Bei der &#171;Schnepfenschnauze&#187; erscheint ein an und f\u00fcr sich annehmbarer Hirnsch\u00e4del unter Umst\u00e4nden als Folge des Kontrakstes breit.<br>Man darf nicht vergessen, die korrekte Schnauzenbehaarung (&#171;guter Schnurrbart&#187;) mit der Hand flachzustreichen. Bei gut behaarten Hunden mit korrekter Schnauzenst\u00e4rke mag von oben betrachtet der Eindruck entstehen, der Kopf sei rechteckig anstatt keilf\u00f6rmig, werden aber die Haare glattgestrichen, kommt die wirkliche Form zum Vorschein.<br>Betrachten wir nun den Kopf von der Seite. Der Deerhound-Standard sagt: &#171;Der Kopf soll lang, der Sch\u00e4del eher flach als rund sein, mit einer sehr leichten Erh\u00f6hung \u00fcber den Augen, aber ohne Spur von Stop. Der Sch\u00e4del soll mit m\u00e4ssig langem Haar bedeckt sein, das feiner ist als das \u00fcbrige Fell. Die Nase soll schwarz sein, \u2026., und leicht gebogen\u2026\u2026Erw\u00fcnscht ist ein guter Schnurrbart oder vielmehr seidiges Haar und ein sch\u00f6ner Bart. Ein anderer Sactz aus dem Abschnitt \u00fcber den Kopf sagt: &#171;Der Fang muss spitz sein (Schnauze), die Lefzen aber gerade.&#187; Ob der Fang von der Seite oder von oben betrachtet spitz sein muss, wird zwar der Interpretation des Lesers \u00fcberlassen, gemeint ist aber nat\u00fcrlich, dass er aus beiden Perspektiven betrachtet spitz sein soll. In der Zusammenfassung (List of Points) heisst es:&#187;Kopf: Lang, flach, gut proportioniert, hoch getragen.&#187; Die Skizzen 3 und 4 stellen akzeptable Ann\u00e4herungen an den Standard dar. Bei beiden sind die Sch\u00e4del flach, mit nur einer leichten Erh\u00f6hung \u00fcber den Augen (ohne Andeutung eines Stops). Die Schnauzen sind spitz und leicht gebogen. Letzteres ist in Skizze 3 am besten illustriert. (Anmerkung der Uebersetzerin: Im britischen und im amerikanischen Standard steht &#171;aquiline&#187;, was soviel bedeutet wie &#171;gebogen wie der Schnabel eines Adlers&#187;). Skizze 3 zeigt eher einen extremen Kopf, Skizze 4 ein Mittelmass. Da der Standard keine speziellen Richtlinien, Proportionen oder L\u00e4ngen betreffend gibt, halten wir diese beiden K\u00f6pfe f\u00fcr annehmbar; beide sind lang, die Fl\u00e4chen der Sch\u00e4del sind ann\u00e4hernd parallel zu denjenigen der Schnauze, und die L\u00e4ngen von Sch\u00e4del und Fang stehen in ansprechender Proportion zueinander.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img data-opt-id=1703985643  data-opt-src=\"https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/kopf2.png\"  decoding=\"async\" width=\"172\" height=\"169\" src=\"data:image/svg+xml,%3Csvg%20viewBox%3D%220%200%20100%%20100%%22%20width%3D%22100%%22%20height%3D%22100%%22%20xmlns%3D%22http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%22%3E%3Crect%20width%3D%22100%%22%20height%3D%22100%%22%20fill%3D%22transparent%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" alt=\"\" class=\"wp-image-265\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt in unserer Rasse noch andere Kopftypen, die von der Seite gesehen nich allen vom Standard gegebenen Anforderungen entsprechen. Skizze 5 zeigt einen deutlichen Stop und eine gerade Nase. Skizze 6 gibt den &#171;Sch\u00fcssel-Kopf&#187; mit \u00fcbertriebenem Stop und leicht aufw\u00e4rts gebogener Schnauze wieder. Skizze 7 illustriert einen anderen fehlerhaften Kopf, das &#171;Abw\u00e4rtsgesicht&#187;. Sch\u00e4del und Schnauze sind nicht parallel. Die K\u00f6pfe 6 und 7 k\u00f6nnen nicht als &#171;eben&#187; bezeichnet werden. Ein weiterer fehlerhafter Kopf ist der unausgewogene, bei welchem die Schnauze l\u00e4nger oder k\u00fcrzer ist als der Sch\u00e4del. Die zu kurze Schnauze wird h\u00e4ufiger angetroffen als die zu lange. Skizze 8 stellt eine zu kurze Schnauze dar, die nicht zum Sch\u00e4del passt. Zu guter letzt gibt Skizze 9 eine viereckige Schnauze wieder, zudem ist die Nase gerade und der Stop betr\u00e4chtlich. Dieser Kopf erinnert an einen Irish-Wolfhound und muss mit Bestimmtheit als atypisch f\u00fcr einen Deer angesehen werden.<br>Viele Darstellungen von Deerhound-K\u00f6pfen aus dem 19. Jahrhundert zeigen eine Vielfalt von Fehlern- verglichen mit unserem heutigen Standard. Laut William Scrope in &#171;The Art of Deer Stalking&#187; (Die Kunst der Pirschjagd auf den Hirsch), 1839, wurden Deerhounds mit Blood- und Foxhounds gekreuzt, um Hunde zu erhalten, die die F\u00e4hrte verfolgten und nicht verwundetes Wild in andere Jagdreviere trieben. Der reinrassige Deerhound fiel bei den Pirschj\u00e4gern, die sich mit dem Gewehr an die Hirsche heranschlichen, aus der Gunst. Ein Beispiel eines Kopfes, der durch solche Kreuzungen entstanden sein k\u00f6nnte, ist ein Stich von Sir Edwin Landseer. Der dargestellte Hund zeigt einen groben, gerundeten Sch\u00e4del, tiefen Stop, tief angesetzte und flach getragene Ohren und einen &#171;Sch\u00fcssel-Kopf&#187;.<br>In &#171;The Scottish Deerhound&#187; von E. Weston Bell, 1892, werden die Urspr\u00fcnge un die Definition bestimmter Fehler des Kopfes beim Deerhound erl\u00e4utert. Weiss am Kopf und ein grobes, flaches Ohr wurden als Hinweis f\u00fcr die Kreuzung mit anderen Rassen gesehen. Obwohl Bell die Kreuzungszucht geringsch\u00e4tzte, dr\u00e4ngte er zeitgen\u00f6ssische Z\u00fcchter dazu, ihre Linie mit Barsois zu kreuzen, um das Problem der groben K\u00f6pfe- durch oben erw\u00e4hnte Kreuzungen geschaffen- zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img data-opt-id=47753826  data-opt-src=\"https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/kopf3.png\"  decoding=\"async\" width=\"196\" height=\"421\" src=\"data:image/svg+xml,%3Csvg%20viewBox%3D%220%200%20100%%20100%%22%20width%3D%22100%%22%20height%3D%22100%%22%20xmlns%3D%22http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%22%3E%3Crect%20width%3D%22100%%22%20height%3D%22100%%22%20fill%3D%22transparent%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" alt=\"\" class=\"wp-image-264\" old-srcset=\"https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:196\/h:421\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/kopf3.png 196w, https:\/\/ml8e1f4gmr8z.i.optimole.com\/w:140\/h:300\/q:mauto\/ig:avif\/https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/kopf3.png 140w\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige wichtige Punkte des Kopfes werden von vorne gesehen augenscheinlich. Dazu geh\u00f6ren Sitz, Form und Gr\u00f6sse des Auges, Position, Ansatz und Qualit\u00e4t des Ohres, und auch der erw\u00fcnschte Gesichtsausdruck von sanfter W\u00fcrde werden bei der Betrachtung des Kopfes von vorne am besten sichtbar. Unserer Meinung nach gibt Skizze 10 einen korrekten Kopf und Ausdruck wieder. Der Kopf gleicht einem umgekehrten Dreieck oder einem Keil. Den engsten Punkt des Dreiecks bildet die Nase, die Augen bilden die beiden oberen Punkte. Sie sind m\u00e4ssig voll, weder tiefliegend noch hervorstehend und liegen schr\u00e4g zu einer imagin\u00e4ren Linie von der Mitte der Nase zum Scheitel. Ende des 19. Jahrhunderts fand sich Bell (in dem im vorigen Kapitel erw\u00e4hnten Werk) mit einem &#171;Fehler&#187; als fester Anlage der Rasse ab, n\u00e4mlich dem &#171;hervortretenden runden Auge&#187;, Resultat der Kreuzung mit Bloodhound und Bulldog. Er glaubte, der alte Deerhound-Typ habe ein &#171;Terrier-Auge&#187; gehabt, das vorzuziehen ist, da &#171;es ihn bef\u00e4higt, in gr\u00f6sseren Distanzen scharf zu sehen, als es das hervortretende, runde Auge erlaubt, das er nun besitzt&#187;. Fr\u00fchere Z\u00fcchter waren sich \u00fcber die Augenfarbe uneinig, da sie von derjenigen des Haarkleides abh\u00e4ngt. Aber nach 1890 fand das dunkle Auge Gefallen. Die Augenfarbskala reicht vom dunkelsten Braun bis zu blassem Gelb, wobei die dunkeln Farben bevorzugt werden. Der Standard legt fest, dass die Augen dunkel sein sollen, &#171;im Allgemeinen sind sie dunkelbraun oder haselnussfarben. Ein sehr helles Auge ist unerw\u00fcnscht. &#171;Die Augenfarbe ist ein aesthetisches Detail, ebenso die Gr\u00f6sse des Auges (ein Punkt, wor\u00fcber man mit Bell diskutieren k\u00f6nnte). Skizze 11 illustriert ein &#8211; nach unserer Meinung &#8211; kleines Auge. Obwohl es unlogisch ist, assoziiert man gerne ein kleines Auge mit listiger Niedertr\u00e4chtigkeit und ein volles Auge mit freigiebiger Vertrauensw\u00fcrdigkeit. Andererseits wird ein stark vorstehendes grosses Auge- wie in Skizze 12 dargestellt- nicht gesch\u00e4tzt, es macht den Blick starr. Der Sitz der Augen muss ebenfalls unter die Lupe genommen werden. Die Autorinnen k\u00f6nnen sich nicht erinnnern, einen Hund mit zu nahe beisammenstehenden Augen gesehen zu haben, jedoch sieht man ab und zu einen Hund mit zu weit auseinanderliegenden Augen. Dies gibt dem Hund einen ungewohnten Ausdruck, die illusion von Gemeinheit oder Verr\u00fccktheit. Ein am richtigen Ort plaziertes, dunkles Auge von mittlerer Gr\u00f6sse vermittelt den erw\u00fcnschten Eindruck von sanfter W\u00fcrde, vor allem, wenn die typische Behaarung vorhanden ist. Skizze 10 illustriert diesen Blick gut. Skizze 13 zeigt einen Hund, dessen Auge zu weit auseinanderliegen, und dessen Kopf zuwenig behaart ist; man beachte, wie Weichheit und Freundlichkeit in diesem Ausdruck fehlen. Wie schon erw\u00e4hnt, verlangt der Standard, dass der Kopf mit m\u00e4ssig langem Haar bedeckt sein soll, das feiner ist als das \u00fcbrige Fell. Dies ergibt die charakteristische Behaarung des Kopfes (&#171;furnishings&#187;). Die eher lange und eutlich weichere Behaarung des Sch\u00e4dels (verglichen mit derjenigen des K\u00f6rpers) ergibt die Augenbrauen, die in typischer Weise \u00fcber die Augen fallen. Dies macht den Ausdruck sanfter und kann den erschreckenden Effekt eines hellen Auges lindern. Die Kopfbehaarung variiert von Hund zu Hund betr\u00e4chtlich, manchmal- aber \u00fcberhaupt nicht immer- beeinflusst durch Alter und\/oder Struktur des K\u00f6rperhaars. Viele Welpen und Junghunde zeigen (noch) nicht die korrekte Kopfbehaarung, und oft ist die endg\u00fcltige Beurteilung nicht m\u00f6glich, bevor der Hund 3 Jahre alt oder noch \u00e4lter ist. Ueberm\u00e4ssige Kopfbeharrung begleitet oft schweres, weiches K\u00f6rperhaar; spr\u00e4rliche oder fast inexistente Kopfbehaarung findet man h\u00e4ufig mit sehr harschem K\u00f6rperhaar vor, das unter Umst\u00e4nden gar nie die korrekte L\u00e4nge erreicht. Selbstverst\u00e4ndlich kommt die korrekte, volle Kopfbeharrung (Sch\u00e4delhaare, Augenbrauen, Schnurrbart und Bart) zusammen mit einem guten, harschen K\u00f6rperhaarkleid von korrekter L\u00e4nge vor, was dem Erw\u00fcnschten entspricht.<br>Ein funktioneller Teil des Kopfes ist das Maul. Man mag einwenden, die Standardbeschreibung der Z\u00e4hne m\u00fcsste klarer sein. Es heisst im Original-Standard (GB):&#187;Z\u00e4hne und Lefzen gerade&#187;. (Anmerkung der Uebersetzerin:&#187;level&#187;=gerade, eben, auf der gleichen Ebene, gleichm\u00e4ssig, flach. Die zur Zeit Ausdruck!). Es \u00fcberrascht nicht, dass dies oft als Forderung nach einem Biss = Zange interpretiert wird. Wir m\u00f6chten jedoch dazu auf den Basenji-Standard aufmerksam machen, der fordert: &#171;Die Z\u00e4hne sollen eben sein mit Scherengebiss.&#187; Der amerikanische Basenji-Club hat eine offizielle Tonbildschau erarbeitet, worin es heisst:&#187;Verwechseln Sie den Begriff &#171;Z\u00e4hne eben&#187; nicht mit einem Zangenschluss. Er bedeutet vielmehr, das die Z\u00e4hne in einer geraden Linie aufgereiht sein m\u00fcssen.&#187; Die Basenji-Z\u00fcchterin und Rasse.Kolumnistin Barbara Jimenez hat f\u00fcr uns weiter recherchiert, sie schreibt: &#171;Ich glaube, es war Veronica Tudor- Williams, unsere grosse Dame der Basenjis, die s \u00e4hnlich erkl\u00e4rte. Sie sagte, es sollte ein Scherengebiss sein, wobei die Z\u00e4hne selbst in einer Linie und gerade- und nicht krumm- sein sollen.&#187; Dies best\u00e4rkt uns in unserer Behauptung, dasss diejenigen, die den Standard auftestellt haben, einen Punkt verlangten, wenn sie &#171;Z\u00e4hne \u2026 eben&#187; forderten, und einen anderen, wenn sie einen ebenen Biss (=Zange), oder eine Schere oder was auch immer forderten. Die Interpretation scheint vern\u00fcnftig, dass gerade, nicht zusammengedr\u00e4ngte Z\u00e4hne erw\u00fcnscht sind, was umso mehr Gewicht erh\u00e4lt durch die Forderung nach einer spitzen Schnauze, welche ihrerseits eher zu einem Zusammenpferchen der Z\u00e4hne f\u00fchren kann. Nach unseren eigenen Beobachtungen hat die grosse Mehrzahl der Deerhounds ein Scherengebiss, wenn auch das Zangengebiss gelegentlich vorkommt. Man ist sich einig, dass das Scherengebiss l\u00e4nger h\u00e4lt, w\u00e4hrend sich beim Zangengebiss normalerweise bereits fr\u00fch die unteren Schneidez\u00e4hne stark abn\u00fctzen. Die Richter akzeptieren Scheren- und Zangengebiss. Der Standard beschreibt keine Schluss- Probleme beim Deerhound! Der am h\u00e4ufigsten auftretende Fehler beim Schluss ist der Prognatismus superior (Oberkiefer k\u00fcrzer als Unterkiefer), fehlende Z\u00e4hne und ein schiefes Maul sind praktisch unbekannt. Hat ein Welpe einen leichten Prognatismus superior, ist dies nicht alarmierend: Die Kiefer waschsen manchmal unterschiedlich schnell, was sich sp\u00e4ter auskorrigiert, vorausgesetzt, die L\u00fccke ist gering und war vorher nicht vorhanden gewesen. Besteht der Prognatismus superior aber seit dem Zahnen und wird die L\u00fccke gr\u00f6sser, wird sich wohl ein klassisches &#171;Papageien-Maul&#187; mit einem Prognatismus von 3,5 cm oder mehr entwickeln. Die Wichtigkeit von kr\u00e4ftigen Z\u00e4hnen und zusammenpassenden Kiefern mit einem guten Schluss sollte bei einer Rasse, die jagt und Wild von der Gr\u00f6sse eines Hirsches zu Boden reisst, klar sein. Der schlechte Schluss und der kurze Unterkiefer bei einem Hund mit Prognatismus superior werden als schwere Fehler angesehen. Solche Hunde trifft man deshalb im Ring fast nie an.<br>Ueber die Ohren sagt der Standard:&#187;Sollen hoch angesetzt und in der Ruhestellung zur\u00fcckgelegt (zur\u00fcckgefaltet)sein wie beim Greyhound, in der Aufregung \u00fcber den Kopf erhoben, jedoch gefaltet, in einigen F\u00e4llen halb auferichtet. Ein Stehohr ist fehlerhaft. Ein grosses dickes Ohr, das flach am Kopf herabh\u00e4ngt oder dicht bedeckt ist mit langem Haar, ist der schlimmste Fehler. Das Ohr muss fein und gl\u00e4nzend sein, und es muss sich wie ein Mausefell anf\u00fchlen. Je kleiner das Ohr, umso besser. Es soll weder langes Haar noch lange Fransen aufweisen. Oft sieht man seidig-silbernes Haar auf der Aussenseite des Ohres und an der Spitze. Wie immer die gesamte Haarfarbe sein mag, die Ohren m\u00fcssen schwarz oder dunkel sein.&#187; Ein gutes Ohr lenkt in Ruhestellung kauf Aufmerksamkeit auf sich. Skizze 10 illustriert die erw\u00fcnschten, hoch angesetzten, fest gefalteten Ohren, die von vorne kaum gesehen werden, wenn der Hund nicht aufgeregt ist. Die meisten Aussteller zupfen allf\u00e4llig vorhandene lange Haare an den Ohren aus. Ein Hund mit grossen, flachen, nicht zum Rosenohr gefalteten Ohren, tief angesetzten oder sogar aufgerichteten Ohren (was bei uns heute praktisch nie gesehen wird bei Deerhound) w\u00fcrde sich im Feld wohl kaum schlechter bew\u00e4hren als ein Hund ohne diese Fehler, w\u00e4ren sie sich in den \u00fcbrigen Punkten ebenb\u00fcrtig. Wir kommen deshalb zum Schluss, das die Gestalt des Ohres ein fast ausschliesslich aesthetischer Punkt ist. Ber\u00fccksichtigt man aber, dass der Deerhound im wesentlichen &#171;einem Greyhound mit rauhem Haar gleichen, jedoch gr\u00f6sser sein und kr\u00e4ftigere Knochen haben soll&#187;, ist es nichts desto trotz wichtig, ein kleines, hoch angesetztes Rosenohr als Ideal zu behalten, welches zum langen, trockenen Windhundkopf passt. Ist er erregt oder wachsam, sollte der Deerhound seine Ohren seitlich am Kopf heben k\u00f6nnen, ohne dass sie die Faltung verlieren, wie dies Skizze 14 zeigt. Manche Deerhounds zeigen dies im Ring leicht, wenn sie gelockt werden, andere nicht, da sie sich gar nicht locken lasen. Ein fehlerhaftes Ohr erkennt man zwar am ehesten von der Seite, beeintr\u00e4chtigt aber den Gesichtsausdruck am meisten von vorne gesehen, wie in Skizze 15.<br>Ein letztes Thema, das wir anschneiden m\u00f6chten, ist das Pigment. Wir weisen dabei auf den Farbton der Haut am Gesicht, speziell um Augen und Maul, hin. Bei nicht wenigen Hunden sieht man in diesen ebieten recht viel rosa, oft zusammen mit einem Mangel an &#171;schwarzem Lidstricht&#187; und m\u00f6glicherweise einer nicht ganz kohlrabenschwarzen Nase. Wir m\u00fcssen bestrebt sein, unser schwarzes Pigment schwarz zu erhalten und es von hellerer Pigmentation fernzuhalten. Gute Pigmentation tr\u00e4gt viel zum Ausdruck und Aussehen des typischen Deerhounds bei.<br>Wenn auch der Kopf des Deerhounds nicht eine ebenso wichtige Determinante der Qualit\u00e4t eines Individuums ist wie Typ und Bewegung, so kann man doch zusammenfassend sagen, dass er- aus aesthetischer Sicht wie als Hinweis auf den urspr\u00fcnglichen Gebrauch der Rasse als J\u00e4ger- von Bedeutung ist. Beim sentimentalen Liebhaber des Deerhounds ruft der Kopf romantische Bilder von Dudelsackpfeifern und der nebelverschleierten Wildnis der Hochlandmoore hervor.<br>&nbsp;<\/p>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div><strong>Die Zukunft des Deerhounds<\/strong><\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Virgina Hawke, Australien<\/strong><br><em>Uebersetzung: Esther B\u00fchler, Ottenbach<\/em><br>&nbsp;<br>Virginia Hawke und ihr Mann leben auf einer Farm und z\u00fcchten seit \u00fcber 25 Jahren Deerhounds &#8218;Nelungaloo&#8216;. Sie jagen regelm\u00e4ssig mit ihren Deerhounds (keine Hasen). Es werden nur Hunde zur Zucht verwendet, die sich bew\u00e4hrt haben bei der Arbeit im Feld und charakterlich einwandfrei sind.<br>&nbsp;<br>1972- 82- 92 &#8211; ? Dies ist die Zeitspanne die ich mit Deerhounds verbracht habe und sie in jeder Situation kennen und sch\u00e4tzen lernte.<br>&nbsp;<br>Ich liebte sie, schimpfte mit ihnen, hatte Angst um sie und pflegte sie, gegeben haben sie mir daf\u00fcr ihre Kameradschaft, wunderbaren robusten Nachwuchs, Erfolge im Showring, und die Erkenntnis f\u00fcr den Grund ihres Daseins; haupts\u00e4chlich ihre Kraft, Ausdauer, Funktionalit\u00e4t und Ehrlichkeit haben es dem Deerhound erm\u00f6glicht, seinen Wert als Jaghund l\u00e4nger zu beweisen als viele andere Windhundrassen. Aufgrund dieser Erfahrungen m\u00f6chte ich die Probleme diskutieren, der die Rasse im Jahre 1996 gegen\u00fcbersteht und wohin der Deerhound meiner Meinung nach in Zukunft steuert.<br>&nbsp;<br>Der R\u00fcckgang der Wildtiere und ihrer nat\u00fcrlichen Gewohnheiten auf der ganzen Welt und das daraus resultierende Schutzverhalten, haben ebenso den R\u00fcckgang der Deerhounds und deren Crosses als n\u00fctzliche Jagdgef\u00e4hrten bedeutet. Wo fr\u00fcher Hunde nach physischen und mentalen M\u00f6glichkeiten auf der Jagd beurteilt wurden, werden sie heutzutage in der Begrenztheit des Ausstellungsringes oder auf der Rennbahn beurteilt, wo Sch\u00f6nheit und Pr\u00e4sentation, Intelligenz und F\u00e4higkeiten als Zuchtziel \u00fcbertreffen.<br>Generell kann man sagen, dass die meisten Deerhounds, die in Australien leben und ausgestellt werden direkte Vorfahren haben, die den Status Familien- und Ausstellungshund kombinierten mit einer lebenslangen Jagdkarriere. Diese speziellen Hunde, obwohl nicht immer die gl\u00e4nzendsten in ihrer Ausstellungsgruppe, w\u00e4ren fast sicher die einzigen gewesen die getestet waren f\u00fcr Geschicklichkeit, St\u00e4rke, Kraft und Intelligenz. Ich betrachte es als ein Privileg, Hunde die in diese Kategorie geh\u00f6ren, gehabt zu haben. Diese Hunde schafften ein Basisverst\u00e4ndnis f\u00fcr die Rasse, welches man unm\u00f6glich auf andere Weise erlangen kann. Ihre Talente schafften eine solide genetische Basis f\u00fcr die heute lebenden Hunde, welche nicht mehr die M\u00f6glichkeiten haben, konsequent zu jagen und \u00fcber hunderte von Quadratmeilen zu galoppieren. Mit den Einschr\u00e4nkungen, die dem Deerhound auferlegt werden, wird es immer wichtiger f\u00fcr den Z\u00fcchter, sich so nah als m\u00f6glich an den Standard zu halten. Obwohl offen f\u00fcr Interpretationen, die Tatsache, dass der Deerhoundstandard von begeisterten Kennern geschrieben wurde, die mit ihren Hunden jagten, macht dies wichtiger als je zuvor.<br>Das Problem, dem die Rasse heute, und in Zukunft immer mehr, gegen\u00fcbersteht, stammt von der Tatsache, dass nur noch wenige Z\u00fcchter in der Lage sind mit ihren Hunden zu arbeiten und somit unterscheiden k\u00f6nnen zwischen korrektem Geb\u00e4ude und Temperament das den Deerhound bef\u00e4higt zu arbeiten, und \u00d0bertreibungen und den daraus resultierenden physischen und mentalen Beschr\u00e4nkungen. Diese k\u00f6nnen auftreten als Folge einer Zuchtauswahl nur basierend auf Ausstellungserfolgen und aufgrund eingeschr\u00e4nkter Bewegungsm\u00f6glichkeiten des Deerhounds. Sicher w\u00e4re es gut, wenn der Rassestandard spezifischer w\u00e4re, speziell die Angaben zu Gr\u00f6sse, Gewicht und Charakter. Die Gr\u00f6sse des Deerhounds hat stetig zugenommen seit der Original-Rassestandard im Jahre 1892 geschrieben wurde. 1970 wurde der Standard korrigiert mit der Empfehlung, R\u00fcden sollten nicht weniger als 76 cm und H\u00fcndinnen nicht weniger als 71 cm Schulterh\u00f6he aufweisen. Es wurde keine Korrektur am Original vorgenommen in Bezug auf das Maximalgewicht von 47,6 kg f\u00fcr R\u00fcden und 36,3 kg f\u00fcr H\u00fcndinnen. Aus der nicht angegebenen Maximalgr\u00f6sse ergibt sich das Problem, dass die Deerhounds tendenziell zu gross gez\u00fcchtet werden. Manchmal kommt die Gewichtszunahme hinzu und der Deerhound kann &#8218;wolfhoundisch&#8216; werden, aber normalerweise verliert der Hund an Substanz und Muskulatur und \u00f6fter als nicht wird er zum sogenannten &#8218;Profilhund&#8216;. Verringerte Breite und St\u00e4rke \u00fcber den R\u00fccken und den Lenden zusammen mit zuwenig Rippenw\u00f6lbung ist typisch f\u00fcr einen zu grossen Deerhound.<br>Zunehmende Beinl\u00e4nge und Ueberwinkelung tragen nicht zu mehr Geschicklichkeit, Kraft und Ausdauer bei, im Gegenteil, die extra Gr\u00f6sse, oft zusammen mit fehlendem Gleichgewicht und Substanz, nehmen dem Deerhound die F\u00e4higkeit, die erwarteten Leistungen zu bringen. Es gibt sicher keinen Grund f\u00fcr einen Deerhound gr\u00f6sser als 84 cm oder schwerer als 48 kg zu sein, denn in keiner Weise w\u00fcrde mehr Masse ein Vorzug sein, weder bei der Arbeit noch beim Spielen. Diese Gr\u00f6ssen- und Gewichtsempfehlung wird auch die M\u00f6glichkeiten von Knochen- und Wachstumsst\u00f6rungen limitieren, die so oft verbunden sind mit der Aufzucht von Riesenrassen. Vorausgesetzt ein Deerhound wird in einer Umgebung aufgezogen, wo er sich frei bewegen kann und abwechslungsreiches und nahrhaftes Futter bekommt, so braucht er keine zus\u00e4tzlichen Mineralstoffe und Vitamine um das Wachstum zu f\u00f6rdern.<br>&nbsp;<br>Als Resultat von gutem Management, Gl\u00fcck und sorgf\u00e4ltigen Zuchtprogrammen, ist der in Australien aufgewachsene Deerhound heute relativ frei von erblichen Krankheiten, welche in Uebersee zunehmen. Zuchtprobleme (Deckunlust, Geburtsschwierigkeiten), zusammen-gewachsene Rutenknorpel und PSS (Portosystemic shunt) sind typische genetische Zust\u00e4nde, die sich in Europa ausbreiten. Die australischen Z\u00fcchter haben eine grosse Verantwortung sicherzustellen, dass diese Krankheiten nicht Fuss fassen k\u00f6nnen unter den gesunden und langlebigen Deerhoundlinien hier zur Zeit. Die Vorstadt-Lebensweise und immer mehr Einschr\u00e4nkungen die es f\u00fcr Hunde und deren Besitzer gibt, passen weder dem Hund noch dem eingefleischten Deerhoundliebhaber. Obwohl Deerhounds noch so gern als Familienhunde leben werden und sich am Komfort eines Hauses erfreuen, es sollte immer daran gedacht werden, dass der Deerhound niemals sein ganzes Potential, mental und physisch, erreichen wird wenn er so sehr eingeschr\u00e4nkt wird.<br>&nbsp;<br>Es wird zunehmend schwieriger werden f\u00fcr den Deerhound sein gef\u00e4lliges Temperament zu erhalten, wenn er solchem Druck ausgesetzt ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Deerhound gl\u00fccklich und zufrieden ist, wenn er verurteilt ist zum Nichtstun und sich so gut wie nie frei bewegen darf. Die freie Bewegung ist der einzige Weg zu beurteilen, ob ein Hund das gew\u00fcnschte Temperament und genug Intelligenz besitzt, und sie ist erforderlich f\u00fcr seine Entwicklung, seine Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche.<br>&nbsp;<br>Die dauernden Erfahrungen des Galoppierens, des Jagens, des Verfolgens und Spielens mit anderen Hunden schaffen den Anreiz und die Ausgeglichenheit welche helfen das Temperament und den Charakter zu bewahren das den kompletten Deerhound ausmachen.<br>&nbsp;<br>Dies ist der Deerhound, welchen Australien immer noch kennt und liebt und den es sich nicht erlauben kann zu verlieren<\/p>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div><strong>Fachbeitr\u00e4ge zu Deerhounds<\/strong><\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Die Artikel repr\u00e4sentieren die pers\u00f6nliche Meinung der einzelnen Autoren und nicht unbedingt die Meinung&nbsp;&nbsp;aller Mitglieder des Deerhound-Clubs. Weitere Publikationen zu Deerhounds werden wir gerne entgegennehmen und an dieser Stelle publizieren.<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><a href=\"http:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ScentandHoundbStephenson.pdf\" data-type=\"link\" data-id=\"http:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ScentandHoundbStephenson.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Living with the Scottish Deerhound<\/a>&nbsp; by Betty L. Stephenson DVM<\/td><\/tr><tr><td><a href=\"http:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/heidenreich.2012.visualising_the_scottish_deerhound_standard.judgespresentation.pdf\" data-type=\"link\" data-id=\"http:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/heidenreich.2012.visualising_the_scottish_deerhound_standard.judgespresentation.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Visualizing the Scottish Deerhound&nbsp;<\/a> Understanding the Scottish Deerhound Breed Standard (B. Heidenreich)<\/td><\/tr><tr><td><a href=\"http:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Canine-Shoulder_McClure-1202.asp_.pdf\" data-type=\"link\" data-id=\"http:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Canine-Shoulder_McClure-1202.asp_.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Schulter von Windhunden<\/a> von Sue McClure (englisch)&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td><a href=\"http:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Heidenreich.2012_Take-Note.SR-Viii.1.Spring-2012.pdf\" data-type=\"link\" data-id=\"http:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Heidenreich.2012_Take-Note.SR-Viii.1.Spring-2012.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Take Note<\/a> &#8211; Deerhound&nbsp; <br>&#8218;Take Note&#8216; erschienen in der &#8218;Sighthound Review&#8216; Fr\u00fchling 2012. &nbsp;&nbsp; In diesem Artikel schreibt Barbara Heidenreich (Fernhill) aufgrund ihrer Erfahrung&nbsp;\u00fcber die unterschiedlichen Ansichten und Interpretationen des Standards&nbsp;des Deerhounds von Richtern und Z\u00fcchtern. (englisch)<\/td><\/tr><tr><td><a href=\"https:\/\/fernhill.com\/about-deerhounds\/your-scottish-deerhound-primer\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/fernhill.com\/about-deerhounds\/your-scottish-deerhound-primer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">The Deerhound-Primer<\/a><br><strong> B. Heidenreich <\/strong><br>More than anything, we are proud of the sensitive companionship that our hounds have provided to many people. This is not a breed for everyone and we are always happy to explain to those that are interested in the Scottish Deerhound what to expect from owning this breed and what we expect from owners who may want a \u201cFernhill\u201d Deerhound.<br><br>Raising a Deerhound properly can be a lot of work, but the rewards are great. We de.which you can download below as a 4.9 MB PDF.<br><br>Raising Deerhounds successfully is different from raising other breeds and there are physiological differences between sighthounds (Deerhounds) and other breeds that you and your veterinarian should be aware of. For this reason we developed a&nbsp;<em>Primer<\/em>&nbsp;to help prospective or novice owners. <br>The Primer contains 60+ pages of information on raising and caring for a Deerhound, and represents years of accumulated experience, our own and other breeders.<br><br><strong>Table of Contents:<\/strong><br>Section 1,\u201d<strong>The Deerhound<\/strong>\u201d by A.N.Hartley reprinted from Dog World 1952.<br>Section 2,&nbsp;<strong>Deerhound Husbandry<\/strong>&nbsp;\u2013 feeding &amp; medical record, exercise, stress<br>Section 3,&nbsp;<strong>ABC\u2019s of Deerhound Idiosyncrasies<\/strong>.<br>Section 4,&nbsp;<strong>You and Your Veterinarian<\/strong>&nbsp;\u2013 echocardiogram parameters for Scottish Deerhounds; physiological differences; veterinary first aid kit.<br>Section 5,&nbsp;<strong>Puppy or Adult?<\/strong><br>Appendix A,&nbsp;<strong>Diet and DCM and References<\/strong><br>Appendix B,&nbsp;<strong>Pain Management in Veteran and Double Digit Deerhounds<\/strong><br>Appendix C,&nbsp;<strong>LONGEVITY in Deerhounds!<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>Dokumenten from The Deerhound club of america<\/strong><br><a href=\"https:\/\/deerhound.org\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/SDCA-GRO-Updated.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Guidelines for Responsible Ownership<\/a><br><a href=\"https:\/\/deerhound.org\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/DH_OverviewCareReq.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>The Scottish Deerhound, an Overview of its Care and Requirements<\/em><\/a>,&nbsp;Miranda Levin<br><strong>Judges Education<\/strong><br>Scottish Deerhound&nbsp;<a href=\"https:\/\/deerhound.org\/the-breed\/breed-standard\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Breed Standard<\/a><br>Scottish Deerhound&nbsp;<a href=\"https:\/\/deerhound.org\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/illustrated_standard-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Illustrated Standard<\/a><br><a href=\"https:\/\/deerhound.org\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Pocket-Guide.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Quick Reference Guide<\/a>&nbsp;to the Breed Standard<br><strong>Gesundheit in English<\/strong><br><a href=\"https:\/\/deerhoundhealth.org\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/deerhoundhealth.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deerhound Health<\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n<\/div><\/details>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"neve_meta_sidebar":"full-width","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"","neve_meta_content_width":0,"neve_meta_title_alignment":"center","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-248","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/248","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=248"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/248\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1369,"href":"https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/248\/revisions\/1369"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.deerhoundclubschweiz.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=248"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}